Großrechner gewinnen im Zeitalter der KI neue Bedeutung
Großrechner, die Boliden der Vergangenheit, gewinnen im Zeitalter der KI neue Bedeutung. Banken, Versicherungen und Fluggesellschaften verlassen sich bei geschäftskritischen Operationen weiterhin auf Mainframes. Nun wird ihr Einsatz für KI-Anwendungen erprobt.
So muss beispielsweise die Analyse potenziell betrügerischer Transaktionen in Millisekunden erledigt sein. Eine Abfrage an Clolud-KI dauert zu lange. Das Ausführen einer Abfrage, das Nachschlagen und die Analyse sind nur auf dem Großrechner in Echtzeit möglich. Für IBM hat der Mainframe bereits ein neues Leben als Plattform für KI gefunden.
IBM beherrscht über 96 Prozent des Mainframe-Marktes und meldet für das letzte Quartal ein Wachstum seines Mainframe-Geschäfts von 6 Prozent. Das neueste zSystem des Unternehmens kann bis zu 30.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten und 40 Terabyte an Daten speichern.
Weltweit wurde der Mainframe-Markt im Jahr 2023 auf 3,05 Milliarden Dollar geschätzt, aber die Verkäufe neuer Mainframes werden laut IDC bis 2028 voraussichtlich zurückgehen. Von den bestehenden Mainframe-Nutzern gaben jedoch 54 Prozent in einer Forrester-Umfrage 2023 an, dass sie ihre Nutzung in den nächsten zwei Jahren erhöhen werden.
Der neueste IBM-Mainframe des Unternehmens kann Ergebnisse von KI-Modellen liefern, da er einen systemeigenen Prozessor besitzt, der z. B. in Versicherungsunternehmen vorhersagen kann, welche Produkte sie ihren Kunden verkaufen sollen. Die nächste Version des Prozessors und des zSystem-Mainframes wird die Möglichkeit bieten, traditionelle KI-Funktionen und große Sprachmodelle wie die von ChatGPT auszuführen.
Quelle: Wall Street Journal
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