Das System umfasst Strom-, Gas-, Trinkwasser- und Fernwärmenetze im Gebiet der Landeshauptstadt Dresden sowie in Ostsachsen.
Die bisherige Führung der Netze in mehreren Leitstellen an unterschiedlichen Standorten erfolgt zukünftig in einem neuen mandantenfähigen Verbundleitsystem. Die wesentlichen Funktionen umfassen u.a. Scada-Funktionen einschließlich Archivierung für alle Versorgungssparten sowie topologisch eingefärbte und georeferenzierte Netzdarstellungen. Ferner kommen Funktionen zur Störungsanalyse und Netzüberwachung, Zustands- und Wertesimulation durch Online-Netzberechnungen, vorausschauende Netzberechnungen gemäß GLDPM und Engpasskorrektur zum Einsatz.
Überdies werden frei erstellbare Schaltfolgen, typisierte Schaltprogramme und Funktionen für System- und Netzsicherheitsmanagement einschließlich der Regelung von Lasten, sowie intelligentes Blindleistungs-Management, Prognose und ein Smart-Grids-Ampelkonzept angeboten. Zudem stehen Simulation im Gasnetz, Überwachungsfunktionen im Wassernetz, Vorgangsverwaltung mit Schaltungsplanung sowie die Auswertung von Störungsvorgängen und die Bereitstellung von Informationen für die FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik zur Verfügung. Funktionen für Training und Schulung und Werkzeuge zur Anwenderprogrammierung ergänzen den Lieferumfang. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit auf der Basis geltender Normen wie der IT-Sicherheitskatalog und Richtlinien ISO/IEC 27001, 27002 und 27019 erfüllt.
Es ist geplant, in einer ersten Stufe die Stromsparte über das neue System zu führen. Die Integration der Rohrnetzsparten erfolge in den sich anschließenden Phasen.
Bildquelle: Thinkstock/iStock