Marktbeobachter wie IDC oder der Hightech-Branchenverband Bitkom erwarten, dass die Unternehmen in naher Zukunft immer mehr in den Schutz sensibler Firmen- und Kundendaten investieren. Das bedeutet, dass sich die IT-Leiter auch mit den Security-Produkten auseinandersetzen müssen. Aus Sicht der Anwenderunternehmen spielt in diesem Kontext nicht nur die Qualität der Angebote der Security-Anbieter eine Rolle, sondern auch deren Marktbedeutung.
Hohe Marktkonzentration der AV-Anbieter
Hinweise auf die aktuelle Marktposition der AV-Hersteller gibt die jüngst vom ITK-Analysten Ama durchgeführte Marktanalyse „Antivirus-Anwendungen 2013“. Danach teilen sich derzeit lediglich sechs Anbieter rund 80 Prozent der insgesamt zum Stichtag 1.3.2013 ermittelten 5.302 AV-Installationen in deutschen Anwenderunternehmen: Trend Micro, McAfee, Symantec, Kaspersky, Sophos und Avira. Ama geht bei seinen Strukturanalysen der Frage nach, wie sich die nach Umsätzen dokumentierten Vertriebserfolge der Hersteller auf die aktuell installierten Bestände in Deutschland auswirkten, beziehungsweise welche Bestandsveränderungen etwa Vorjahresvergleiche zeigen.
Nach den Analysen von Ama führt Trend Micro wie im Vorjahr das Ranking „AV-Systeme 2013“ an. Von den im Erhebungszeitraum ermittelten Installationen in Deutschland hält allein der japanische Konzern einen Anteil von 22,4 Prozent. Auf Platz zwei und drei folgen McAfee mit 19,4 und mit einigem Abstand Symantec mit 13,3 Prozent. Allein diese drei Hersteller vereinen bereits mehr als 55 Prozent aller ermittelten Installationen. Platz vier erreicht Kaspersky mit 11,8 Prozent, gefolgt von Sophos mit 8,6 und Avira mit 8,1 Prozent.
Mittelgroße und große Unternehmen im Fokus etablierter Anbieter
Der für AV-Hersteller attraktive Zielmarkt mittelgroßer bis großer Unternehmen ab 100 Mitarbeitern wird nach den vom Analysten festgestellten Bestandszahlen klar erkennbar von McAfee beherrscht. Bei den Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern dominiert der Anbieter ebenfalls und kommt hier auf einen stattlichen Anteil von 30,2 Prozent. Interessant ist, dass sich insbesondere die nach Bestandszahlen größeren Anbieter, Trend Micro, Symantec und Kaspersky, mit annähernd gleich großen Anteilen in den jeweiligen Unternehmensgrößenklassen positionieren konnten. Die nach Installationszahlen kleineren Anbieter fokussieren offenbar eher den Mittelstand.
Die nach installiertem Bestand vergleichsweise kleineren AV-Hersteller, wie etwa G Data Software oder Eset, setzen offenbar auf die kleineren bis mittleren Unternehmen in der Größenordnung 50 bis 199 Mitarbeiter. So versorgt Avira, nach der Ama-Liste kleinste Hersteller unter den Top Sechs, mit 72,6 Prozent ebenfalls einen relativ hohen Prozentsatz seiner Kunden in diesem Segment mit AV-Produkten.
Zur Analyse
ITK-Informationsdienstleister Ama führte die Erhebung „Antivirus-Anwendung 2013“ im Zeitraum September 2012 bis März 2013 durch. In Telefoninterviews wurde im Detail erfasst, welche Systeme derzeit in deutschen Anwenderunternehmen und Behörden, mit mindestens 50 Beschäftigen, installiert sind und von welchen Herstellern diese stammen. Insgesamt wurden dabei 5.031 Unternehmen identifiziert, die 5.302 Antivirus-Installationen aufweisen.
Das Whitepaper mit Detailergebnissen zur aktuellen Markterhebung „Anti-Virus 2013“ kann kostenfrei als PDF unter wp@ama-adress.de angefordert werden.
www.ama-adress.de