CSS setzt auf Juniper

Mehr Bandbreite für Versicherer

Der Schweizer Versicherer CSS setzt für pünktliche Backup-Prozesse und Datensicherheit auf mehr Bandbreite.

Kabel, Bildquelle: iStockphoto.com/kynny

Die CSS-Gruppe ist ein traditionsreiches Unternehmen mit einer mehr als 100-jährigen Geschichte. Der Spezialist für Kranken- und Unfallversicherungen wurde bereits 1899 gegründet. Heute ist das Unternehmen mit 1,3 Millionen Versicherten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der größte Grundversicherer der Schweiz.

In einem sich schnell verändernden Markt hat die Wechselbereitschaft der Versicherten stark zugenommen. Die CSS-Gruppe hat sich schrittweise zum Marktführer entwickelt, vor allem dank ihrer Kundenbetreuung. Mit einer flächendeckenden Präsenz bleibt die Organisation ihrem traditionellen Grundprinzip eines guten Services treu – durch persönliche und vertrauliche Beratung in einer geschützten Umgebung.

Tradition ist ein wichtiger Pfeiler, auf dem der Erfolg der CSS aufbaut. Das Unternehmen muss sich aber auch stetig erneuern, denn nur eine moderne Versicherung kann den Ansprüchen ihrer Kunden gerecht werden. Zu den wichtigen Voraussetzungen für einen reibungslosen Geschäftsablauf gehört auch bei einer Versicherung die IT-Infrastruktur. Die Daten der Versicherten müssen sicher aufbewahrt werden, sicher gegen Datenverluste und gegen Angriffe von außen. Das Unternehmen ermöglicht diese Sicherheit in zwei Rechenzentren mit jeweils rund 700 Servern, die zusammen eine redundante Infrastruktur bilden.

Backup als Bottleneck

„Der Bedarf an Bandbreite steigt stetig bei uns“, sagt Yves Lustenberger, Leiter Netzwerke und technische Sicherheit bei der CSS. Vor allem die Backup-Prozesse bereiteten bislang Sorgen, denn nachts werden die Daten zwischen den Rechenzentren gespiegelt, das bedeutet: Bandbreite ist essentiell. Die Sicherung muss abgeschlossen sein, sobald die ersten Kollegen ihre Arbeit aufnehmen. Ist sie das nicht, behindert das Backup den reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts. Im Jahr 2010 wurde klar, dass die Infrastruktur ausgebaut werden muss, weil die bisherigen Bandbreiten bald nicht mehr ausreichen würden. „Wir hatten zwar eine Gesamtleistung von vier Gigabit im Netzwerk, aber jeder Server konnte mit einem anderen nur mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabit kommunizieren.

Eindeutig zu wenig“, erläutert Lustenberger. Mit der bestehenden Hardware das Netzwerk zu beschleunigen, war nicht möglich. Der Versicherer musste in neue Layer-3-Switches und Firewalls investieren, um eine Bandbreite von zehn Gigabit zu erreichen. „Für uns war eigentlich klar, dass wir mit dem bisherigen Anbieter weitermachen“, erinnert sich Lustenberger. Als das Angebot dann auf seinem Schreibtisch lag, änderte sich die Sachlage allerdings schlagartig: „Der Preis hat mich schockiert“, gibt der IT-Spezialist zu.

„Die Lösung, die uns angeboten wurde, passte nicht zu unserem Versicherungsgeschäft, und sie war zu teuer.“ Da die CSS bereits Firewalls von Juniper im Einsatz hatte, lag es nahe, sich auch das Switches-Portfolio einmal näher anzusehen. „Wir kannten Juniper, allerdings nicht die Layer-3-Switches“, erinnert sich der IT-Chef. „Als ich dann das Angebot auf dem Tisch hatte, war ich überrascht – nicht nur das Angebot passte zu unseren Anforderungen, auch der Preis war vertretbar.“ Lustenberger war trotzdem beunruhigt, denn ein Anbieterwechsel kann Probleme mit sich bringen. „Wir haben dann zunächst in Workshops versucht, ein Gefühl für die Komponenten und ihre Bedienung zu bekommen“, erinnert er sich. In einem Laboraufbau hat er mit Kollegen die Switches in einem Testnetzwerk auf Herz und Nieren überprüft. Schnell wurde klar, dass der Umstieg eine gute Option ist. Die Wahl fiel auf mehrere Ethernet-Switches, ein Service-Gateway und eine Network and Security Appliance. Diese Komponenten erfüllten alle Anforderungen, gleichzeitig handelte es sich nicht nur um eine kosteneffiziente Lösung, sondern beinhaltete auch ein Leistungsmanagement, das bereits die in Zukunft wahrscheinlichen Upgrades mit berücksichtigt.

Akribische Planungen für den ­Netzwerkausbau

Für die Planung des Übergangs nahmen sich Lustenberger und seine Kollegen drei Monate Zeit. Unterstützung bekamen sie von ihrem lokalen Partner Info ­Guard und zusätzlich von Juniper selbst. Innerhalb von nur zwei Wochen konnten die Techniker das System problemlos administrieren. Der konkrete Umbau des Netzwerks erfolgte an einem Wochenende. „Wir wurden mit einigen Herausforderungen konfrontiert, aber das ist ganz normal bei so einem großen Projekt. Wir haben diese Herausforderungen gut gemeistert und das Netzwerk läuft ohne Probleme“, freut sich Lustenberger über das Ergebnis.

Den Ausschlag für Juniper haben am Ende nicht allein Bedienbarkeit und Preis gegeben. „Eine wichtige Rolle spielte auch die Investitionssicherheit“, sagt Lustenberger. Zwar ist das Netzwerk heute noch nicht ausgelastet, aber eines Tages wird die CSS mehr Bandbreite benötigen. „Dann können wir einfach hochskalieren und mehr Leistung hinzukaufen, ohne dabei das Betriebssystem oder die Plattform ändern zu müssen“, freut sich der IT-Chef.

 

Die CSS Versicherung
Die CSS-Gruppe zählt insgesamt rund 1,74 Mio. Versicherte und damit zu den führenden Schweizer Kranken-, Unfall- und Sachversicherern. Mit einem Prämienvolumen von 5,12 Mrd. Franken, schweizweit über 120 Agenturen und 2.500 Mitarbeitern ist sie nahe bei ihren Kunden. Auch im Unternehmensgeschäft nimmt die CSS eine Spitzenposition ein: Rund 18.500 Unternehmen und Institutionen mit 226.000 Mitarbeitern sind bei der Gruppe kollektiv versichert.
Im Internet: www.css.ch

 

Bildquelle: iStockphoto.com/kynny

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