Quantencomputer werden in der EU öffentlich gefördert
Europa steckt mehr öffentliche Gelder in die Entwicklung von Quantencomputern als privates Risikokapital, ergab ein kürzlich veröffentlichter Bericht von McKinsey. Dabei geht es um Technologien wie Quantencomputer, Quantensensoren und Quantenkommunikation. Sie gewinnen an geopolitischer und strategischer Bedeutung.
Die meisten europäischen Regierungen entwickeln deshalb nationale Quantenstrategien und viele Projekte werden von Verteidigungsministerien überwacht. Die Erwartung ist, dass diese Technologie in den nächsten zehn Jahren in verschiedenen Branchen einen Mehrwert in Höhe von Billionen Euro schaffen könnte.
Die Konzentration Europas auf digitale Souveränität erklärt, warum immer mehr öffentliche Mittel in diesen Sektor fließen. Bedeutende Zusagen der europäischen Regierungen haben dazu beigetragen, dass die weltweiten öffentlichen Mittel für Quantentechnologie in den letzten Jahren um 50 Prozent gestiegen sind. Länder wie Deutschland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich haben eigene Projekte gestartet oder erweitert, sodass die gesamte öffentliche Finanzierung bis heute etwa 42 Milliarden US-Dollar beträgt.
Während Venture-Capital- und andere private Investitionen weltweit mehr als 80 Prozent der Finanzierung der Quantentechnologie ausmachen, liegen sie in Europa hinter den öffentlichen Ausgaben zurück. Doch laut McKinsey ist Europa führend bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Bereich der Quantentechnologie.
Parallel dazu steigt die Zahl der von den Universitäten angebotenen Studiengänge im Bereich Quantentechnologie und auch bei der Zahl der Absolventen in den entsprechenden Bereichen übernimmt die EU die Führung, ebenso wie bei den akademischen Veröffentlichungen, gefolgt von China und den USA.
Quelle: McKinsey