Interview mit Gary Calcott, Progress Software

Mehr Transparenz für Cloud-Services

Interview mit Gary Calcott, Technical Marketing Manager, Application Development & Deployment, bei Progress Software

Gary Calcott, Progress Software

Gary Calcott, Technical Marketing Manager, Application Development & Deployment, bei Progress Software

IT-DIRECTOR: Herr Calcott, welche Standards für Cloud-Services haben sich hierzulande inzwischen flächendeckend etabliert?
G. Calcott:
Wir begrüßen ganz besonders die Aktivitäten von Eurocloud Deutschland. Der Verband mit seinen 750 Mitgliedern aus dem Cloud-Umfeld verbessert das Vertrauen in Cloud-Dienste und die Transparenz für Cloud-Kunden.

IT-DIRECTOR: Wie gestaltet sich die konkrete Nachfrage der Anwenderunternehmen nach Cloud-Standards?
G. Calcott:
Unternehmen wollen vor allem Transparenz bei allen verfügbaren Cloud-Diensten, um sie sinnvoll vergleichen zu können. Desweiteren wollen sie die Sicherheit, dass ihre Daten entsprechend der deutschen Gesetzgebung sicher aufbewahrt werden. Sie verlangen nach einer durchgängigen Datenverschlüsselung und verbindliche SLAs, die ihre Bedürfnisse wirkungsvoll abdecken.

IT-DIRECTOR: Welchen Stellenwert besitzen Initiativen wie „Cloud-Services made in Germany“ oder „Trusted Cloud“?
G. Calcott:
Wir begrüßen diese Initiativen sehr. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen sie dabei, die Cloud einzubinden und ökonomisch zu nutzen, indem sie einen Pfad aufzeigen, wie sie traditionellen On-Premise-Lösungen mit Cloud-Modellen ergänzen oder sogar ablösen können.

IT-DIRECTOR: Welchen Reifegrad besitzen derzeit quelloffene Cloud-Architekturen wie „Openstack“ oder „Cloud-Stack“?
G. Calcott:
Wir sind der Überzeugung, dass Open-Source-Initiativen bei der Entwicklung von Best Practices für aufkommende Computing-Modelle substanziell beitragen können. Im Laufe der Zeit werden sie sich sicherlich so weit entwickeln, dass sie am Ende ausgereift sind und auch bei Mainstream-Cloud-Diensten und -Produkten Anwendung finden werden.

IT-DIRECTOR: Inwieweit erfahren quelloffene Cloud-Architekturen Zuspruch seitens der Anwenderunternehmen?
G. Calcott:
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt glauben wir, dass existierende Open-Source-Cloud-Architekturen für Geschäftsapplikationen, die nicht absolut unternehmenskritisch sind, einsetzbar sein können.

IT-DIRECTOR: Wohin werden sich Ihrer Ansicht nach Open-Source-Projekte wie Openstack, Cloud Foundry, Open Shift, Open Cloud oder Cloud-Stack in Zukunft entwickeln? Welche Anbieter werden hier die Vorreiterrolle übernehmen?
G. Calcott:
Wie erwähnt denken wir, dass diese Entwicklungen einen hohen Reifegrad erreichen werden und daher auch eine sichere Infrastruktur für unternehmenskritische Anwendungen möglich machen werden.

IT-DIRECTOR: Wie können Anwender bei der Vielzahl der quelloffenen Cloud-Initiativen noch den Überblick behalten? Und wie können sie die für ihre Zwecke richtige Initiative finden?
G. Calcott:
Wir sind der Meinung, dass Organisationen oder Verbände wie die Eurocloud Deutschland auf nationaler Ebene dazu beitragen werden, Anwendern Angebote rund um die Cloud transparent zu machen.

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