Bernd Hennicke: „Eine One-size-fits-all-Lösung gibt es in der Cloud nicht.“
Flexibilität und Skalierbarkeit, effizienteres und produktiveres Arbeiten sowie höhere Innovationskraft: Viele Gründe sprechen dafür, in die Cloud zu migrieren. Die Ausbreitung von Remote Work hat Cloud-Technologien einen gehörigen Schub verpasst.
Unternehmen, die sich bislang gegen die Cloud-Migration entschieden haben, tun dies aus verschiedenen Gründen. Einerseits glauben sie, dass der Mangel an personellen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen sie von einem Umstieg abhält. Andererseits befürchten sie, sich mit diesem Schritt Risiken auszusetzen. Oftmals handelt es sich jedoch um Irrtümer, denen Unternehmen aufsitzen. Bevor Unternehmen sich endgültig gegen den Einsatz der Cloud entscheiden, sollten diese Bedenken aus der Welt geschafft werden – erst dann ist eine fundierte Entscheidung überhaupt erst möglich. Oftmals äußern sie beispielsweise die Bedenken, dass ihr IT-Team für die Migration nicht bereit sei. Man könne das Team nicht zusätzlich mit dem Schließen von Cloud-Qualifikationslücken belasten. Dabei unterstützen Cloud- und Managed-Service-Provider sowohl bei der Planung und Durchführung der Migration als auch bei der Implementierung und Inbetriebnahme. Dadurch bleibt IT-Teams genügend Spielraum, sich weiterhin auf ihre Haupttätigkeiten zu konzentrieren, bis sie die notwendigen Skills verinnerlicht haben.
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass es nur eine Cloud mit strikt vorgegebenen Einsatzmöglichkeiten gibt. Dabei handelt es sich um einen Trugschluss, denn eine One-size-fits-all-Lösung gibt es in der Cloud nicht. Egal ob Schritt-für-Schritt-Upgrade oder vollständige Modernisierung: Gemeinsam mit Providern lässt sich ein auf die individuellen Geschäftsbedürfnisse zugeschnittenes Cloud-Modell entwickeln.
Ziehen Unternehmen die Migration doch in Betracht, stellen sie sich häufig Fragen wie „Sind Daten in meinem Rechenzentrum nicht sicherer?“ oder „Ist das Rechenzentrum nicht eigentlich günstiger?“. Durch versteckte Kosten wie die Nutzung der Infrastruktur, die Wartung sowie Aktualisierungen wachsen die Ausgaben für das Rechenzentrum unweigerlich an. Zudem sind zur Absicherung von Anwendungen und Daten personelle und zeitliche Ressourcen notwendig. Provider übernehmen oft allerdings nicht nur die Wartung und Aktualisierung ihrer Dienste, sondern sorgen für höchste Sicherheit sowie die Einhaltung von Compliance-Anforderungen. Dafür veranschlagen sie ein monatliches Betriebsbudget, auf dessen Grundlage Unternehmen ihre Ressourcen anpassen und Investitionen besser planen können.
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Unternehmen entgehen wichtige Chancen, wenn sie sich an Vorurteile klammern, um nicht migrieren zu müssen. Die Evaluierung von Cloud-Angeboten und der Vergleich mit On-Premise-Alternativen sind wichtige erste Schritte, um potenziellen Missverständnissen entgegenzuwirken, Vorurteile zu bereinigen und letztendlich Effizienz zu steigern.
Bildquelle: Opentext