Toptrends in der Automatisierung

Mit KI und Cloud in die Zukunft der Industrie

Die Toptrends KI, Customer Experience, lokale Fertigung und Product Line Engineering prägen die Zukunft der Automatisierung und steigern die Wettbewerbsfähigkeit.

Trends in der Automatisierung

Die Automatisierungstechnologie unterliegt kontinuierlichem Fortschritt, der für Unternehmen von strategischer Bedeutung ist. Wer Schritt halten will, muss flexibel und offen bleiben. Es zeichnen sich vielversprechende Entwicklungen ab, die Unternehmen nicht außer Acht lassen sollten, wenn sie im Bereich Automatisierung konkurrenzfähig bleiben wollen.

1. Künstliche Intelligenz als Automatisierungstreiber

Der Boom, den KI seit einiger Zeit erlebt, macht sich natürlich auch im Bereich der Automatisierung bemerkbar. Die Fähigkeit, komplexe Muster zu verstehen und innovative Lösungen zu generieren, trägt maßgeblich zur Entwicklung fortschrittlicher Automatisierungstechnologien bei. Durch eine kontinuierliche Datenanalyse und Überwachung von Leistungsparametern können sich automatisierte Systeme selbst optimieren, was KI zu einem wichtigen Treiber macht, der nicht mehr wegzudenken ist.

2. Customer Experience für eine erfolgreiche Kundenbindung

Grundsätzlich ist es teurer, neue Kunden zu gewinnen, als bestehende zu halten. Hersteller wollen nicht mehr nur ein reines Produkt kaufen, sondern eine Lösung. Produktorientierte Geschäftsmodelle werden folglich weniger erfolgreich sein, als solche, die ihren Kund:innen eine nachhaltige Lösung anbieten. Ein herausragender Kundenservice, Lösungsorientiertheit und ein hoher Qualitätsanspruch sind Schlüsselkomponenten für eine gute Customer Experience und damit eine erfolgreiche Kundenbindung.

3. Lokale Fertigung für schnelle und verlässliche Lieferketten

Seit der weltweiten Corona-Pandemie treten Lieferengpässe immer häufiger auf. Die Pandemie und ihre Folgen haben deutlich gemacht, wie schnell vor allem internationale Lieferketten zusammenbrechen können. Der Trend entwickelt sich seither wieder mehr zur lokalen Fertigung, um gegen Engpässe besser gewappnet zu sein. Neben einer zuverlässigen Versorgung spielt auch der Nachhaltigkeitsaspekt eine Rolle: Durch kürzere Transportwege werden CO₂-Emissionen eingespart und dadurch die Umweltbelastung reduziert.

4. Europäische Cloud für mehr Wettbewerbsfähigkeit

In einer vernetzten und datengetriebenen Welt ist die Nutzung einer Cloud früher oder später unumgänglich. Sie sorgt für eine effiziente Verarbeitung, Speicherung und einen direkten Zugriff auf große Datenmengen. Eine europäische Cloud-Infrastruktur ist dabei besser auf europäische Anforderungen ausgelegt und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen.

5. Effiziente Produktentwicklung durch Variantenmanagement und Product Line Engineering (PLE)

Product Line Engineering (PLE) ist von entscheidender Bedeutung, um die wachsende Komplexität von Produkten – kombiniert mit heterogenen Marktanforderungen und unvorhergesehenen Kundenanforderungen – erfolgreich zu beherrschen. PLE bietet einen bewährten Ansatz, um diese Herausforderung zu adressieren. Von der ersten Anfrage über Hard- und Softwarekomponenten bis hin zum Test wird nicht nur ein Produkt, sondern eine ganze Familie von Produkten entwickelt.

Dies funktioniert, weil Komponenten und technische Artefakte, die zu ähnlichen Produkten gehören, oft eine gemeinsame Basis haben, die sich nur in Produktspezifika unterscheidet. Indem diese ähnlichen Produkte als Ganzes und nicht als einzelne, unabhängige Einzelprojekte betrachtet werden, kann der Entwicklungsprozess vereinfacht werden – und damit auch dessen Verwaltung. Dies ist der Leitgedanke des Produktlinienansatzes. Unternehmen profitieren von zahlreichen Vorteilen, darunter eine effiziente und kosteneffektive Produktentwicklung, die Minimierung von Fehlern und Inkonsistenzen sowie die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Produkte. 

Über die Autorin:

Manuela Kohlhas von PTC ist eine erfahrene Marketingexpertin mit über einem Jahrzehnt Erfahrung und einem Fokus auf B2B-Technologieunternehmen. Sie hat in verschiedenen Organisationen leitende Positionen innegehabt, in denen sie strategische Marketingmaßnahmen vorangetrieben hat. Manuela ist Dipl.-Betriebswirtin und hat im Master für Innovationsmanagement & Entrepreneurship an der TH Nürnberg sowie der Linköpings Universitet Schweden studiert.

Bild von aleksandarlittlewolf auf Freepik

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