Finance Future Forum

Mittendrin im Social Web

Heutzutage als Unternehmen die neuen Social Media zu ignorieren, ist ein Luxus, den sich auch die Banken in der eher traditionellen Finanzdienstleistungsindustrie nicht mehr leisten können.

Social Web, Bildquelle: © Gerd Altmann/Shapes:Ladyoak/pixelio.de

Das „links liegen lassen“ von Twitter, Facebook & Co. birgt große Risiken und die Entscheidung, den Weg in die neuen Medien nicht mitzugehen, kann sich keine Bank mehr erlauben, die im Kundendialog steht. Realistisch betrachtet, ist jede Bank bereits mittendrin im Social Web: Die Bankprodukte werden von Finanzportalen verglichen, die Pressemeldungen der Banken werden von den Online-Medien veröffentlicht und ihre Geschäftspolitik wird in Blogs durch Kunden und Meinungsbildner kommentiert. Nicht zuletzt ist ein großer Teil der Bankmitarbeiter – wie die Mitarbeiter aller anderen Unternehmen auch – in den bekannten Netzwerken wie Xing, Facebook und Linkedin unterwegs – üblicherweise unter Nennung des Arbeitgebers.

Mit der 4. Veranstaltung aus der Reihe Finance Future Forum wird am 21. November 2011 mit dem Thema „Social Media Strategies & Policies“ ein Blick auf strategische Modelle, Möglichkeiten der Messung von Erfolgen bei der Umsetzung der Strategie geworfen und auf die rechtlichen Implikationen im Umgang mit den Social Media. Referenten der Datev eG, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, der Hypovereinsbank sowie der Ing-Diba AG und die Social-Media-Rechtsexperten aus den Kanzleien Büsing, Müffelmann & Theye und Diem & Partner berichten über folgende Themen: Social Media – Strategien, Social Media – Umsetzung der Strategie und Herausforderungen, Social Media & Recht – Richtlinien für die Finanzbranche, Social Media Guidelines – Umgang von Unternehmen mit den neuen Medien, Zuhören und Mitreden im Social Web – Monitoring und Guidelines für Unternehmen und Social Media Measurement – Ansätze zur Erfolgsmessung.

Es führt kein Weg mehr daran vorbei: Auch die Banken sind gefordert, ihre eigene Strategie für den Umgang mit den neuen Medien zu entwickeln. Dazu gehört es, zunächst Erfahrungen zu sammeln, um die verschiedenen Netzwerke, ihre Funktionsweise und die Meinungsbildungsprozesse im Netz kennen zu lernen. Worum geht es in diesen Netzwerken in erster Linie? Um Präsenz, um Dialog und Transparenz, aber auch um den Mehrwert durch Information. Von daher gilt es vor allem, eigene Ziele zu definieren: Was will ich mit meiner Präsenz erreichen? Wen will ich ansprechen? Welches ist der richtige Kanal für die Bewerbung von (Bank-)Produkten, etc.? Es gilt also, die richtigen Fragen zu stellen und in der Bankorganisation eine Verantwortungsstruktur festzulegen und einen Social-Media-Verantwortlichen zu etablieren, der die unterschiedlichen Aktivitäten im Auge und den Blick für das „Ganze“ behält.

Für die Aktivitäten werden geschulte Mitarbeiter gebraucht, denn der Aufwand, der hinter der Umsetzung der Strategie und der Pflege steht, ist nicht zu unterschätzen. Welchen Erfolg hat beispielsweise ein Blog, der nur sporadisch befüllt, eine Plattform, die keinen „traffic“ aufweist? Um alle Mitarbeiter in ihrer immanenten Rolle als Repräsentanten des Unternehmens, der Bank, zu verpflichten, bedarf es klarer Richtlinien. Diese finden sich in sog. Social Media Guidelines, die zum einen für jedes Unternehmen, jede Bank individuelle Vorgaben für die Mitarbeiter enthalten sollten, aber auch in übergreifenden Guidelines, die die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang im Netz widerspiegeln. Dazu gehört natürlich auch die Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz, Urheber- und Markenrecht.

www.financefutureforum.de

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