Mulesoft will in Deutschland durchstarten

Moderne IT-Integrationsplattform

Interview mit Ross Mason, Founder und Vice President Product Strategy bei Mulesoft, über Partnersuche in Deutschland, die hauseigene Integrationsplattform sowie deren Nutzen für Anwenderunternehmen

Ross Mason, Mulesoft

Ross Mason, Founder und Vice President Product Strategy bei Mulesoft

IT-DIRECTOR: Herr Mason, mittels Mulesoft sollen Applikationen, Daten und Geräte einfach miteinander verbunden werden. Was verbirgt sich hinter der Integrationslösung – handelt es sich eher um eine Middleware oder eine Device-Management-Plattform?
R. Mason:
Unsere Anypoint-Plattform hat sich im Laufe der Jahre von einer Middleware hin zu einem umfangreichen integrativen Ansatz entwickelt. Denn heutzutage müssen die Kunden eine Vielzahl an unterschiedlichen Anwendungen und Systemen miteinander kombinieren. Vor diesem Hintergrund bieten wir eine Plattform, die es Anwendern erlaubt, unterschiedliche Technologien schnell und einfach innerhalb der gesamten Firma miteinander zu verbinden.

IT-DIRECTOR: Die Applikations- und Gerätelandschaft in Unternehmen ist selten konsistent – wie können Sie auch proprietäre Open-Source- wie Standardsysteme, Altanwendungen und ältere Hardware wie Mainframes auf eine einheitliche Plattform bringen?
R. Mason:
Die IT-Landschaften befinden sich aktuell im starken Umbruch. So beschäftigen sich immer mehr unserer Kunden mit Trends wie der Adaption von Cloud-Technologien, Software-as-a-Service-Anwendungen, mobilen Endgeräte, Social Enterprise sowie Big-Data-Analysen. Die damit einhergehende Fragmentierung in der Systemlandschaft stellt jedoch eine große Herausforderung dar. Von daher suchen die Kunden eine integrative Lösung, die ihnen hilft, bestehende IT-Assets zu modernisieren.

Anstatt viele unterschiedliche Endpunkt-zu-Endpunkt-Integrationen zwischen Systemen, Dienstleistungen, APIs und Geräten zu schaffen, ist es mit unserer Plattform möglich, Geschäftsprozesse zwischen diesen Komponenten zu vereinheitlichen. Die Plattform beinhaltet Cloudhub iPaaS, Mule ESB sowie eine Lösung für das API-Management, das Design und die Veröffentlichung. Sie basiert auf einer Entwickleroberfläche mit der sich eine stationäre, cloud-basierte und hybride Integrationen unkompliziert und skalierbar umsetzen lassen

IT-DIRECTOR: Inwiefern können Sie On-Premise- und Cloud-Computing-Lösungen miteinander integrieren?
R. Mason:
Die Integrationsplattform kann in der öffentlichen und privaten Cloud sowie auch in stationären Anwendungen laufen. Sie basiert auf einem Open-Source-Kern, der es Kunden erlaubt, verschiedene Systeme, Services und Programmiersprachen miteinander zu verbinden, ohne auf die Programmierungsvoraussetzungen, Komplexität und hauseigenen Kodierungen, wie z.B. bei Plattformen von Tibco, IBM und Oracle, angewiesen zu sein.

IT-DIRECTOR: Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?
R. Mason:
Wir arbeiten mit Anwendern, Systemintegratoren und Resellern zusammen, die unsere Plattform im deutschen Markt anbieten. Als eine Erweiterung des globalen Partnerprogramms, arbeiten wir eng mit Organisationen, die nicht nur Lizenzen verkaufen, sondern auch Beratung, Design, Support und Training für den hiesigen Markt anbieten. In Zukunft wollen wir diesem Netzwerk deutsche Partner hinzufügen, um vertikale Industrien, inklusive dem Einzelhandel, Finanzdienstleister und Automotive, anzusprechen.

IT-DIRECTOR: Können Sie uns abschließend ein Praxisbeispiel beschreiben?
R. Mason:
Der Schokoladenhersteller Hershey’s nutzt unsere Plattform, um wichtige Produkt-, Finanz- und Inventur- Informationen aus SAP in das CRM-System Salesforce zu integrieren. Diese Integration erlaubt es dem Anwender, Altsysteme mit stationären und cloud-basierten Anwendungen zu verbinden.

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