Motivationsmaßnahmen für Mitarbeiter

Motivation hilft nur dann, wenn sie ausgelebt werden kann

Unternehmen legten großen Wert auf motiviertes Personal und täten einiges dafür. Doch allzu oft sei der Effekt nur mäßig, meint VNC-Geschäftsführerin Andrea Wörrlein, im Kommentar.

Portrait Andrea Wörlein VNC

Andrea Wörrlein ist überzeugt, dass sich mit der Modernisierung der Arbeitswerkzeuge auch die Arbeitskultur positiv verändern kann.

Motivationsmaßnahmen haben Hochkonjunktur, seien es Prämien, Wellness-Gratifikationen oder die Kür zum „Mitarbeiter des Monats“. Solche Maßnahmen folgen häufig der Prämisse, dass Motivation von außen kommen muss: Menschen wollten, oder müssten, auf die ein oder andere Art motiviert werden. Dabei würde es völlig ausreichen, die quasi naturgegebene intrinsische Arbeitsmotivation nicht zu bremsen. So wichtig Impulse von außen auch sein mögen, sie verpuffen schnell, wenn sie an den realen Bedingungen des Alltags zerschellen. Und genau das passiert in der gängigen Unternehmenspraxis ständig. Starre Strukturen und Abteilungsgrenzen sind ebenso typische Motivationskiller wie darauf ausgerichtete und konzipierte IT-Umgebungen.

Demotivation ist die größte Bremse

Die logische Konsequenz: Wir sprechen nicht davon, wie Menschen motiviert werden können, sondern wie wir Demotivation beseitigen. Sprint statt Hürdenlauf, weg mit den selbst errichteten Barrikaden, keine Hürden, keine Fallstricke. Oder um im Bild zu bleiben: Halte dem Esel keine Karotte vor die Nase, sondern gib ihm einen leichter laufenden Wagen. Bezogen auf die Arbeitsorganisation ist das ein mühsamer Prozess, der aber schneller in Gang kommt, wenn nicht große, umfassende Umstrukturierungspläne geschmiedet werden, sondern ganz pragmatisch zunächst dort die Axt angesetzt wird, wo lästige Hürden offensichtlich sind. Offen gesagt, einer dieser chronischen Motivationskiller ist die IT, insbesondere die Software, die den Mitarbeitern zugemutet wird.

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Dabei, das ist die paradoxe Seite der IT, ist doch genau hier ein idealer Ansatzpunkt für motivationsfördernde Maßnahmen. Die Applikationen haben hier eine Doppelfunktion: Sie sind Schnittstelle und Werkzeug zugleich. Eine Optimierung muss daher an beiden Stellen ansetzen. Daraus ergibt sich ein konkretes Anforderungsprofil an die Software, mit der wir (fast) täglich arbeiten. Das beginnt bei der komfortablen Anmeldung und Authentifizierung und endet bei der Effizienz und dem Wohlfühlfaktor bei der Nutzung. Wobei Effizienz selbst von vielen Menschen als Wohlfühlfaktor empfunden wird, wenn am Ende des Tages die Mühe nicht umsonst war. Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit ist ein allzu oft unterschätzter Motivationsfaktor.

Bildquelle: VNC

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