Die Deaktivierung von HTML in E-Mails sowie der sichere Umgang mit Makros in Dokumenten und anderen Dateien sind nur zwei von zahlreichen BSI-Empfehlungen.
Beliebte Angriffswege sind dabei die Makro-Funktion in Word-Dokumenten oder aktive HTML-Anzeigen in E-Mail-Programmen. Angriffe mit Ransomware oder mit Schadsoftware-Varianten wie Emotet haben über diese Angriffswege in den letzten Monaten auch in Deutschland zahlreiche Unternehmen getroffen und großen Schaden verursacht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat daher Empfehlungen für eine sichere Konfiguration von Microsoft Word, Excel, Outlook und Co. entwickelt und nun veröffentlicht. Damit können Organisationen die Angriffsfläche reduzieren: Die Deaktivierung von HTML in E-Mails sowie der sichere Umgang mit Makros in Dokumenten und anderen Dateien sind dabei nur zwei von zahlreichen Empfehlungen.
„Wir bieten Unternehmen und Organisationen mit diesen Umsetzungsempfehlungen eine konkrete Hilfestellung, um das IT-Sicherheitsniveau ihrer Netzwerke schnell und effizient zu erhöhen. Diese IT-Sicherheitsmaßnahmen sollten idealerweise Teil einer strukturierten Vorgehensweise zur Absicherung der Unternehmensnetzwerke sein, wie sie etwa der IT-Grundschutz des BSI empfiehlt. Die Allianz für Cybersicherheit ist die richtige Anlaufstelle für Unternehmen und Organisationen jeder Größe, um sich über IT-Sicherheit zu informieren, sich mit Gleichgesinnten über Best-Practice-Beispiele auszutauschen und um von unserer Expertise zu profitieren“, so BSI-Präsident Arne Schönbohm.
Das BSI hat für den Einsatz auf dem Betriebssystem Microsoft Windows sieben Cybersicherheitsempfehlungen für eine sichere Konfiguration von Office 2013/2016/2019 erstellt. Diese behandeln zum einen übergreifende Richtlinien für Office, zum anderen Richtlinien für sechs häufig genutzte Office-Anwendungen:
Access 2013/2016/2019
Excel 2013/2016/2019
Outlook 2013/2016/2019
Power Point 2013/2016/2019
Visio 2013/2016/2019
Word 2013/2016/2019
Die Empfehlungen richten sich an mittelgroße bis große Organisationen, in denen die Endsysteme mit Gruppenrichtlinien in einer Active-Directory-Umgebung verwaltet werden. Die dahinterliegenden Sicherheitsprinzipien gelten gleichermaßen für kleine Organisationen und Privatanwender. Die dargestellten Empfehlungen können ohne die Beschaffung zusätzlicher Produkte durchgeführt werden und sind mit vergleichsweise wenig Aufwand durchführbar.
Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus