Zuverlässige Daten aus der eigenen Lieferkette sind für alle Bemühungen hin zu wirklicher Nachhaltigkeit ein absolutes Muss.
Im Rahmen dieser wurden 152 Personen auf verantwortlichen Positionen nach Hindernissen, Plänen und zum Status quo der Nachhaltigkeitsprogramme gefragt. Die von Assent bei Endeavor Business Intelligence beauftragte Studie wurde im Oktober 2022 in Nordamerika und Europa durchgeführt. Die Befragten stammen hauptsächlich aus den Bereichen „Maschinenbau“, „Automotive“, „Electronics“ und „Aerospace“.
Die Studie zeigt, dass 87 Prozent der Befragten ESG und Nachhaltigkeit innerhalb der eigenen Lieferkette eine hohe oder mittlere Priorität einräumen. Die Mehrheit ist der Auffassung, dass Lieferketten stärker als die eigene Produktion die Einhaltung von ESG-Standards gefährden. Entsprechend planen 88 Prozent der Teilnehmer, die Auswahl ihrer Zulieferer innerhalb der nächsten fünf Jahre u.a. von deren Nachhaltigkeitsbemühungen abhängig zu machen.
Um dies leisten zu können, erwarten 69 Prozent, dass ihr Unternehmen trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage seine Investitionen in Nachhaltigkeitspraktiken 2023 ausbaut. Etwa zwei Drittel geben zudem an, hierfür innerhalb der nächsten drei Jahre zusätzliche Stellen schaffen zu wollen, die sich mit einer nachhaltigen Gestaltung der eigenen Lieferketten auseinandersetzen.
Auch die wichtigsten Treiber für die Implementierung von Nachhaltigkeits- und ESG-Praktiken wurden in der Studie abgefragt. Die dabei am häufigsten genannten Gründe sind Klima- und Umweltschutz (39 Prozent) sowie entsprechendes Feedback und Verlangen von Kunden (33 Prozent). Auch das Verbessern der eigenen Reputation (27 Prozent), resilientere Lieferketten (27 Prozent) oder erhoffte Wettbewerbsvorteile (27 Prozent) wurden oft genannt.
Auf der Gegenseite zeigt die Studie auch, welche Konsequenzen Unternehmen als größte Risiken sehen, falls ihnen misslingt, ihre Lieferketten nachhaltig zu gestalten. Annähernd die Hälfte (49 Prozent) betrachtet einen möglichen Verlust von Kunden als am schwerwiegendsten. Es folgen das Riskieren von Nicht-Compliance samt entsprechender Geldstrafen (32 Prozent), potenzielle negative Darstellung in der Öffentlichkeit (32 Prozent) und ein möglicher Verlust von Partnern oder Zulieferern (25 Prozent).
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Nur 39 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, dass ihr Unternehmen akkurat und vertretbar über den Einfluss von Unternehmen innerhalb der eigenen Lieferkette hinsichtlich ESG berichten kann. Einer der Gründe dafür ist, dass 47 Prozent angeben, bei der Implementierung von Nachhaltigkeitsstrategien in hohem oder sehr hohem Maß abhängig von ihren Zulieferern zu sein. 59 Prozent denken, dass diese Abhängigkeit 2023 sogar weiter steigen wird. Problematisch ist, dass gleichzeitig nur 25 Prozent glauben, dass ihre Partner und Zulieferer die Kapazitäten haben, um die eigenen Nachhaltigkeitsziele ausreichend zu unterstützen.
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