Fachliche Sicht von Anfang an einbinden: Die frühe fachliche Prüfung der Software soll Kosten sparen und deren Qualität verbessern.
Mit Stubs – oft auch als Mockups bezeichnet – lassen sich Programmkomponenten simulieren, die nicht vollständig fertiggestellt oder noch gar nicht vorhanden sind, so dass isolierte Unit Tests durchgeführt werden können. Das Testen soll dadurch zu einem noch früheren Zeitpunkt im Software-Entwicklungsprozess möglich sein. „Ökonomische Vergleiche zeigen, dass Fehlerbehebungskosten um bis zu 80 Prozent reduziert werden können, indem bereits früh im Entwicklungsprozess, also schon während der Implementierung, mit Unit Tests begonnen wird“, weiß Geschäftsführer Metin Savignano.
Neue Excel-Schnittstelle
In der Regel werden Unit Tests von Software-Entwicklern durchgeführt. Sie verfügen über die technische Sicht auf die entwickelten Softwarekomponenten und testen auf Basis dieses Know-hows. Als IT-Spezialisten fehlt ihnen jedoch mitunter die fachliche Sicht auf die Anwendung, diese fließt dann erst mit den fachlichen Anwendungstests ein. Je später ein Fehler entdeckt wird, desto teurer ist aber seine Behebung. Das bedeutet: Um die Kosten für die Fehlerbehebung zu reduzieren, muss auch die fachliche Prüfung der Software frühzeitig erfolgen, heißt es.
Mit der neuen Version können Fachexperten ihre Testfälle nun in Excel-Tabellen erfassen. Diese werden in die Lösung importiert und anschließend ausgeführt. Damit soll eine Akzeptanz erreicht werden, sodass Schulungen nicht notwendig sein sollen.
Testszenarien mit Variablen
Aussagekräftige Testszenarien verlangen oft ein Zusammenwirken mehrerer Testfälle. Dabei müssen auch Werte von einem Testfall zu einem anderen übergeben werden können. Bislang war das nicht möglich. Mit der neuen Lösung die Testszenarien so erweitert werden, dass sie mehrere Testfälle enthalten können. So lassen sich in einem Testszenario mehrere Programme nacheinander aufrufen und Abhängigkeiten zwischen Programmen nachstellen.
Hinzu kommt, dass sich Daten jetzt von einem Testschritt zum anderen übergeben lassen. Ist etwa die einem Kunden zugeordnete ID ermittelt, dann legt das Programm zu diesem Kunden eine Bestellung an. Hierzu kann nun im zweiten Testfall angegeben werden, dass als Eingabewert für die Kunden-ID der Rückgabewert aus dem vorhergehenden Testschritt verwendet werden soll.
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Bildquelle: © Savignano