Technische Innovationen, die Energiewende sowie das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) stellen Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber vor große neue Herausforderungen. Die Regelungen zum Messwesen wurden noch einmal gründlich überarbeitet. Neu eingeführt werden die sog. Messsysteme, die in einem Kommunikationsnetz eingebunden sind und strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen. Smart-Metering-Systeme müssen als wesentlicher Bestandteil intelligenter Netze (Smart Grids) hohen Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit genügen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat deshalb ein „Schutzprofil“ für intelligente Messsysteme entwickelt. Derzeit wird an der technischen Richtlinie für die Messsysteme gearbeitet. Noch in diesem Jahr sollen das BSI-Schutzprofil und die entsprechende technische Richtlinie in Kraft treten.
Sobald das Schutzprofil des BSI vorliegt, sind Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh verpflichtet, Smart Metering zu betreiben. Die Versorgungsunternehmen müssen sich rasch an die neuen Anforderungen anpassen. Vor dem Hintergrund eines zu erwartenden Massen-Rollouts neuer Messsysteme sollte die Energiewirtschaft gerade jetzt auf dem neuesten Stand der branchenspezifischen IT-Sicherheitstechnik und der rechtlichen Anforderungen gebracht werden, um diese auch erfolgreich in der Praxis anwenden zu können.
Um in diesem Prozess den Anwendern zur Seite zu stehen, veranstaltet die Europäische Akademie für Steuern, Wirtschaft & Recht das Fachseminar „IT-Sicherheitslücken im Netz schließen“. Den Teilnehmern wird ermöglicht, nicht nur von den praktischen Erfahrungen der Referenten aus u.a. dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), von Teletrust – Bundesverband IT-Sicherheit e.V., RWE Deutschland AG und den Stadtwerke Schwäbisch-Hall zu profitieren, sondern sich auch aktiv an den praxisorientierten Diskussionen zu beteiligen.
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