POS-Drucker bei Coop, dem größten Detailhandelsunternehmen der Schweiz.
Coop ist nahe bei den Menschen, denn 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung benötigt nur zehn Minuten bis zur nächsten Coop Verkaufsstelle. Mit rund 820 Supermärkten hat das Unternehmen das dichteste Verkaufsstellennetz in der Schweiz. Coop bietet Einkaufsmöglichkeiten in Supermärkten, Megastores, Warenhäusern sowie Bau+Hobby-Märkten in allen Regionen der Schweiz. Auch Möbelmärkte, Parfümerien, Uhren- und Schmuckgeschäfte sowie Apotheken gehören zum Unternehmensportfolio.
Um ein Unternehmen in dieser Größenordnung erfolgreich zu steuern, ist eine effiziente IT-Infrastruktur nötig. Coop sah sich im Kassenbereich mit einer heterogenen und in die Jahre gekommenen IT-Umgebung konfrontiert, in der neue Anforderungen nicht mehr umgesetzt werden konnten. „Alle eingesetzten Kassensysteme waren Individuallösungen“, sagt Beat Pfister, Leiter Informatik Entwicklung der Coop Schweiz. „Die Weiterentwicklung war daher immer mit großem Aufwand verbunden. Und wegen der veralteten Software-Architektur konnten selbst neue Peripheriegeräte, die z.B. USB-Schnittstellen nutzen, nicht mehr angeschlossen werden.“
Den Anfang zur Modernisierung dieser IT-Landschaft machte man im Jahr 2011 mit der Einführung einer komplett neuen Kassenlösung. Ziel war es, alle Vertriebskanäle mit einem skalierbaren, durchgängigen und leistungsfähigen System auszustatten. Das Kassenprojekt beinhaltet als größten Posten neue Kassenhardware von IBM und neue Kassensoftware von GK Software.
Auch für die POS-und Regaletikettendrucker bestand Erneuerungsbedarf, denn die vorhandenen Drucker waren fehleranfällig und die Ersatzteile immer schwieriger zu beschaffen. Nach einem Auswahlverfahren entschied sich Coop für Drucker von Citizen und installierte im Zuge des Rollouts bis heute 7.000 Kassendrucker CT-S801 und 1.700 Etikettendrucker CL-S621 für die Regalauszeichnung. Weitere Installationen in den Geschäftsbereichen Bau+Hobby, Parfümerie und Warenhaus sind für 2012 geplant, die Einführung der Drucker in den Restaurants für 2013.
Für die Evaluierung der geeigneten Software- und Hardwarehersteller nahm sich Coop mehr als zwei Jahre Zeit. Dies galt auch für die Drucker, die strengen Belastungsprüfungen unterzogen wurden. „Zur Auswahl des geeigneten Druckers wurden die Modelle von verschiedenen Anbietern in Labortests untersucht“, erklärt Beat Pfister. „Wir haben mehrere Tests durchgeführt und die Drucker auf ihre Fehlerrate, Qualität und Stabilität und natürlich auf ihre Wärmeentwicklung hin getestet. Ein wichtiges Entscheidungskriterium war die Geschwindigkeit, weil es an der Kasse darauf ankommt den Kunden rasch zu bedienen.“
Mit einer Druckgeschwindigkeit von 300mm pro Sekunde erzielte der Kassendrucker CT-S801 laut Anwender Bestnoten im Leistungstest. „Die Drucker zeigen eine hohe Geschwindigkeit und sind dabei sehr stabil“, sagt Beat Pfister. Darüber hinaus konnte Citizen weitere Stärken in die Waagschale werfen: Die einfache Bedienbarkeit der Drucker und das intelligente Display überzeugten. So bietet die LCD-Anzeige der Drucker dem Anwender bei Coop Schweiz die Informationen dreisprachig – italienisch, deutsch und französisch – an. Ob der Drucker einwandfrei funktioniert, erfährt der Anwender mit einem Blick auf das LCD-Display: Fehlermeldungen werden rot angezeigt. Zusätzlich leuchtet beim Drucker eine rote Lampe auf. Und damit der Anwender sofort erkennt, was zu tun ist, informiert eine Textmeldung über die Fehlerbehebung. Im Drucker sind dazu konfigurierte Textmeldungen hinterlegt, wie z.B. „Deckel offen“, „Papier Ende“ oder „Hardwarefehler“. Der Kassierer wird so entlastet, da er nicht mehr nach möglichen Fehlerquellen suchen muss.
Bedienerfreundlich sind auch die Wartung von Cutter und Thermokopf der Drucker, denn das Auswechseln erfolgt komplett werkzeugfrei. Über das Einrastsystem können die Module durch einfaches Lösen zweier Hebel entnommen und innerhalb von Sekunden wieder eingesetzt werden.
Mit der Lieferung der Drucker wurde die Primelco System Device AG beauftragt, die als Hardwaredistributor im POS-Bereich in der Schweiz für Citizen tätig ist und Coop während der gesamten Projektphase tatkräftig unterstützte. Nach der Lieferung führte Coop Staging und Rollout der Drucker intern selbst durch. Der Rollout umfasste alle 7.000 POS-Drucker CT-S801 und 1.700 CL-S621 Geräte für die Regaletikettierung und begann Anfang 2010 nach der erfolgreichen Pilotierung der Regaletikettendrucker. Bis Ende 2011 wurden sämtliche 820 Filialen ausgestattet.
Entscheidend für den Erfolg der Implementierung war die Anbindung der Drucker über eine Java-POS-Anbindung und Anpassung an die Java-POS-Treiber. Die Hardware von IBM wird über eine Powered-USB-Schnittstelle angesteuert. Der Drucker benötigt kein Netzteil, nur einen Stecker. Hier ist ein offener Standard im Einsatz.
Nach einer neuen Lösung verlangte auch der Etikettendruck: Die bisher eingesetzten Drucker hatten ihre Leistungsgrenze erreicht und verursachten deshalb viele Fehler. „Jede Verkaufsstelle wurde individuell gesteuert, so dass tausend Mal die gleiche Logik existierte und folglich bei Änderungen jedes System, d.h. tausend Mal geändert werden musste“, erklärt Beat Pfister von Coop.
Da der Etikettendruck in das bestehende Kassensystem voll integriert war, entschied sich Coop dafür, auch beim Etikettendruck eine zentrale Lösung einzusetzen. Eine wesentliche Anforderung bestand darin, maximale Konsistenz zwischen Kassenpreis und Etikettenpreis zu erreichen. Da Coop bereits 2009 in den Lichtfachmärkten Lumimart und in den Toptip Möbelmärkten gute Erfahrungen mit den Etikettendruckern von Citizen gemacht hatte, setzte der Einzelhändler hier auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Druckerhersteller. Bei den CL-S621-Druckern überzeugte die robuste Bauweise mit Metalldruckwerk. So wurde in Kooperation mit dem Softwarelieferanten GK Software die neue Lösung für den Etikettendruck eingeführt.
Die Vorteile eines zentralen Fehlerhandlings und einer zentralen Konfiguration machen sich heute bemerkbar: Mit übersichtlichen Prozessen und einem klar strukturierten Management. Neue Anforderungen können jetzt einfach umgesetzt werden. Zudem erweitert ein flexibles Regelwerk für die Erstellung von Layouts, Druckrelevanz und die Unterstützung verschiedener Formate und Medien die individuellen Möglichkeiten der Anwendung.
Die Funktionalität des Etikettendruckers beweist sich im täglichen Einsatz. So ist der Druckzeitpunkt flexibel wählbar und es gibt eine synchrone Preisversorgung von Druck und Kasse, die ein zentrales Monitoring über alle Verkaufsstellen ermöglicht. Der Zugriff auf die Systeme ist heute von jedem Filial-PC aus möglich. Aufgrund der Zentralisierung und Virtualisierung der Prozesse – mehrere Verkaufsstellen laufen auf einem virtuellen Server – sind neue Anforderungen nun einfacher und günstiger realisierbar.