Wettbewerb

Nextcloud: Beschwerde beim Bundeskartellamt über Microsoft

Das deutsche Softwareunternehmen Nextcloud hat beim Bundeskartellamt beantragt zu überprüfen, ob Microsoft eine marktbeherrschende Stellung hat.

Das Logo von Microsoft hängt an der Fassade eines Bürogebäudes im Münchener Stadtteil Schwabing. Foto: Peter Kneffel/dpa

Der US-Konzern Microsoft nutze seine Macht für den Verkauf von Paketlösungen für Microsoft Office. Foto: Peter Kneffel/dpa

Nextcloud steht in Konkurrenz zu Microsoft-Produkten wie Office 365, OneDrive, Azure und Teams.

In der Beschwerde der Stuttgarter Firma heißt es nun, der US-Konzern nutze seine Macht für den Verkauf von Paketlösungen für Microsoft Office. Auch die Kooperationsplattform Teams habe einen erheblichen Marktanteil, genau wie die Cloud-Lösung OneDrive. Die Beschwerde richtet sich vor allem gegen die tiefe Integration der Cloud-Lösung. Der Dienst werde Nutzern des weit verbreiteten Microsoft-Betriebssystems Windows bei relevanten Arbeitsschritten regelmäßig angezeigt, argumentiert Nextcloud.

In der Beschwerde heißt es weiter, dass sich Microsoft ein „einzigartiges digitales Ökosystem über mehrere strategisch wichtige Märkte im digitalen Sektor“ geschaffen habe. Dies führe zu einer „schwer angreifbaren Stellung von Microsoft für Wettbewerber“. Beschwerdeführer Nextcloud arbeitet unter anderem für den Bund und dessen Bundescloud.

Bei der aktuell laufenden Kartelldebatte über einen möglichen Missbrauch einer Vormachtstellung im Markt der großen Internet-Konzerne stehen bislang eher Firmen wir Google, Amazon und Apple im Fokus.

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