Die NIS2-Richtlinie überfordert Unternehmen
Die NIS2-Richtlinie („Netz- und Informationssicherheitsrichtlinie 2“) soll den Schutz der IT-Infrastruktur deutlich erhöhen. Stichtag für die Umsetzung ist der 17. Oktober 2024. Eine repräsentative ESET-Umfrage durchgeführt von YouGov unter Unternehmensentscheidern zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) die NIS2-Richtlinie gar nicht kennt oder ihnen die Inhalte unbekannt sind.
Auch zwei von drei Vorständen oder Geschäftsführern fehlt das Wissen, obwohl sie in der kommenden Richtlinie ein wichtiges Element sind und persönliche Haftungsrisiken im Schadensfall tragen. Doch mit der NIS2-Richtlinie kommen persönliche Haftungsrisiken auf sie zu. Das geht so weit, dass Aufsichtsbehörden Leitungsaufgaben untersagen können.
Wann schrillen die Alarmglocken in der Chefetage?
„Es ist höchste Zeit, dass Unternehmen mit der Umsetzung beginnen", fordert Maik Wetzel, Strategic Business Development Director DACH bei ESET. "Die NIS2-Richtlinie reagiert auf eine gestiegene Bedrohungslage im Cyberraum. In der Chefetage sollten die Alarmglocken schrillen und schon heute Maßnahmen zum Schutz der eigenen IT-Infrastruktur ergriffen werden.“
Wenn Entscheider NIS2 kennen und deren Bedeutung verstehen, geht es mit der Umsetzung voran. Ein Drittel der Befragten ist bereits in der Transformation und weitere 38 Prozent stehen kurz vor dem Beginn der Maßnahmen. 15 Prozent der Umfrageteilnehmer hat sich bereits mit NIS2 auseinandergesetzt und sieht sich als nicht betroffen an.
Quelle: ESET
Bild: Gerd Altmann / Pixabay