Galeria 2.0: Der Konzern bereitet sich auf neue Herausforderungen im E-Commerce vor.
Neben der Einführung eines neuen Webshops und der Integration der E-Commerce-Prozesse in die SAP-Landschaft steht die einheitliche Sicht auf alle Warenbestände im Mittelpunkt – eine wichtige Voraussetzung für Liefertreue und Verfügbarkeit in Zeiten zunehmender Engpässe bei der Warenversorgung.
Mit Unterstützung der Handelstechnologie-Spezialisten der CAS AG gelang es dem Konzern, das SAP-Modul Omnichannel Article Availability and Sourcing (SAP OAA) für die Omnichannel Artikelverfügbarkeit in kurzer Zeit nah am Standard einzuführen. Die Echtzeit-Bestände aller Filialen und der Verteilzentren werden damit seit Juli 2022 ebenso für Omnichannel- und E-Commerce-Prozesse nutzbar gemacht wie die ausgewählter Lieferanten und Marktplatz-Teilnehmer.
Kunden des renovierten Online-Shops sehen nun, ob ein Artikel verfügbar ist und wie lange es dauern wird, diesen zu liefern. Dabei wird die Ware entweder aus einem Versand- oder Verteilzentrum versendet, aus einer Filiale, direkt vom Lieferanten oder von einem angeschlossenen Marktplatz-Partner. Auch können die Kunden sich die Ware mit Click & Reserve sowie Click & Collect reservieren lassen, um diese in einem bestimmten Warenhaus abzuholen.
Das Routing, welches entscheidet, von wo welcher Artikel versendet werden soll, wird nun in SAP OAA gerechnet. Das Software-Modul ermöglicht es dem Warenhausbetreiber besser als das Altsystem, auch komplexe Regeln dafür zu hinterlegen und benutzerfreundlich zu verändern. So können die Handelsmanager z.B. festlegen, dass Parfum immer nur aus dem Zentrallager versandt werden soll und in welchen Fällen die Anzahl der Pakete und in welchen die Lieferzeit reduziert werden soll. Vor allem kann der Konzern darüber die Belastung der einzelnen Filialen durch Ship-from-Store-Versand verringern, in dem die Aufträge gleichmäßig auf die Warenhäuser verteilt werden. Regeln können sehr einfach auch nur temporär verändert werden, z.B., um der Filiale eine höhere Mindestmenge für den stationären Verkauf vor Weihnachten oder in einem Aktionszeitraum zu sichern.
Durch die Einführung von SAP OAA kann das Unternehmen nun alle Omnichannel-Prozesse einheitlich in einem System steuern. Der Warenhausbetreiber ist damit auch gut vorbereitet, neue Anforderungen im Bereich E-Commerce und Omnichannel-Sales zu stemmen. Das Software-Team hatte die Migration der früheren Kaufhof-Filialen auf die Software-Architektur von Karstadt bereits im Jahr 2020 abgeschlossen, so dass alle Warenhäuser der Gruppe von den neuen Prozessen profitieren.
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