Dr. Rainer Hillebrand steuert seit August 2012 neben seiner Funktion als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Otto Group die E-Commerce-Aktivitäten in mehr als 20 Ländern.
Von der Dynamik des Online-Handels will die Otto Gruppe auch in Zukunft profitieren und plant bis 2015 Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro. Damit soll zum einen der Aufbau vielversprechender Startups vorangetrieben werden, zum anderen konzentriert sich der Konzern auf die Weiterentwicklung bestehender Multichannel- Einzelhändler.
Mit einer geschärften E-Commerce-Strategie will die Otto Group das Fundament für einen erfolgreichen Handel im Internet legen. Die Online-Umsätze sollen von heute 5,7 Milliarden Euro auf 8 Milliarden Euro bis 2015 steigen. Dafür investiert die Gruppe etwa 300 Millionen Euro insbesondere in die Bereiche Multichannel-Einzelhandel und Internet-Pure-Player.
Der weltweite Handel über das Internet auf mehr als 60 E-Commerce-Sites ist der Wachstumstreiber der Otto Group und legte im vergangenen Geschäftsjahr um etwa 400 Millionen Euro auf mehr als 5,7 Milliarden Euro zu. Damit stehen die Online-Umsätze für rund 57 Prozent der Handelsumsätze. In Deutschland liegt die Umsatz-Quote schon bei gut 62 Prozent.
Smartphones und Tablets
Dabei befeuern zunehmend Smartphones und Tablets den Online-Umsatz des Konzerns. In der Summe konnten die neuen Endgeräteklassen ihren Anteil am Online-Bruttoumsatz der Gruppe zuletzt nahezu verdreifachen.
„Die Otto Group ist in der Lage, die gesamte Wertschöpfungskette im E-Commerce abzudecken, vom Aufbau vielversprechender Startups bis zur Warenauslieferung an den Kunden – und dies weltweit“, schwärmt Dr. Rainer Hillebrand.
Er steuert seit August 2012 zusätzlich zu seiner Funktion als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Otto Group die E-Commerce-Aktivitäten in mehr als 20 Ländern. Auf einer Pressekonferenz stellte er die fokussierte E-Commerce-Strategie der Otto Group vor, die auf den vier Säulen Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service, Internet Pure Player sowie Venture-Aktivitäten basiert.
Kanäle werden verzahnt
Im Segment Multichannel-Einzelhandel verzeichnete die Otto Group im vergangenen Geschäftsjahr weltweit rund 10 Milliarden Euro Umsatz. Auch in Zukunft will der Konzern auf die Entwicklung der Firmen hin zu "E-driven Companies" und auf die Verzahnung der einzelnen Kanäle setzen.
Als Erfolgsmodelle gelten hier unter anderem der Multichannel-Sportfachhändler Sportscheck mit Hauptsitz in München sowie der US-Möbelhändler Crate & Barrel aus Chicago: Beide Unternehmen ermöglichen Verbrauchern durch die Vernetzung ihrer Touchpoints – dazu zählen Filialen, Online-, Mobile- und Tablet-Shops – ein integriertes Einkaufserlebnis. Perspektivisch liegt ein starker Fokus auf dem Ausbau kanalübergreifender Serviceleistungen. So stattet SportScheck seine neuen Filialen mit iPad-Stationen zur erweiterten Kundenberatung aus.
Finanzdienstleistungen und Services
Eine weitere Säule der E-Commerce-Strategie der Otto Group bilden handelsnahe Finanzdienstleistungen und Services. Mit Yapital startet im Sommer dieses Jahres eine Crosschannel-Payment-Lösung für den Multichannel-Einzelhandel. Das Unternehmen konnte bereits Kunden innerhalb und außerhalb der Otto Group akquirieren, darunter Sportscheck und die Görtz-Gruppe. Gleiches gilt für Hermes Nextec: Der Web-Enabler aus der Hermes-Unternehmensgruppe transformiert Offline-Marken zu starken Online-Händlern. Neben dem Konzern-Unternehmen Arqueonautas zählen Unternehmen wie Wolford oder Escada zum Kundenstamm.
Arbeitstitel "Collins"
Mit dem Ziel, im E-Commerce zu wachsen, konzentriert sich die Otto Group auch auf seine Erfolgsmodelle: So soll der seit 1999 bestehende Onlineshop für Produkte rund um das Kind, mytoys.de, seine Umsätze von derzeit 280 Millionen Euro durch eine klare Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren auf rund 500 Millionen Euro Umsatz erhöhen.
Mit dem Projekt unter dem Arbeitsnamen „Collins“ startet Anfang 2014 ein E-Commerce-Geschäftsmodell, das mit Sortimenten aus den Bereichen Fashion und Home & Living einen starken Fokus auf eine junge und weibliche Zielgruppe setzen soll. Das Projekt wird von Benjamin Otto, dem Sohn des Unternehmers und Aufsichtsratsvorsitzenden der Otto Group, Dr. Michael Otto, und Tarek Müller verantwortet.
Mit dreistelligem Millionen-Investment an Startups beteiligt
Seit Herbst 2008 ist die Otto Group im Venture-Capital-Business aktiv und inzwischen als Investor mehr als 100 Beteiligungen eingegangen. Über die Venture-Capital-Gesellschaft E.ventures ist die Gruppe an Unternehmen in Europa, Asien, Nord- und Südamerika beteiligt, u.a. an zwölf Start-ups in Russland und mittlerweile sieben in Brasilien. Über Project A Ventures, das junge Online-Unternehmen in der frühen Phase unterstützt und bei dem die Otto Group seit Frühjahr 2012 Hauptinvestor ist, wurden bereits über ein Dutzend Beteiligungen an Startups realisiert. Für die Beteiligung an neuen Geschäftskonzepten hat die Otto Group über beide Ventures bereits einen dreistelligen Millionenbetrag investiert.
Bildquelle: Otto Group