Smartphones sind inzwischen Mainstream
Consumerization und "Bring Your Own Device (BYOD)" sind zwei Bezeichnungen für einen deutlichen Trend in der IT. Eine Analyse der
InformationWeek ergab vor kurzem, dass gut die Hälfte der Unternehmen das Thema aktiv angehen und zwei Drittel es sogar positiv einschätzen. Dieselbe Analyse zeigte aber auch, das die IT-Abteilungen oft damit überfordert sind - sie sind nicht auf das Management der zahlreichen Geräte und Apps eingerichtet.
Diese
Lektion musste sogar IBM lernen, das Computerunternehmen schlechthin. Vor allem bei der "Security-Awareness" hapert es ganz gewaltig. Die Anwender, aber auch die IT-Abteilungen haben gewaltigen Nachholbedarf in Sachen BYOD-Sicherheit. Und leider ist die Zeit knapp, wie eine Studie von
Fortinet ergab - die Anwender sind in diesem Rennen der IT immer ein paar Schritte voraus.
Der Anbieter von Security-Produkten hat weltweit jüngere Anwender von beruflich genutzten Privatgeräten befragt. Die Generation der 20- bis 29jährigen steht noch am Anfang der Karriere und wird erst in den nächsten Jahren in das gehobene und höchste Management aufsteigen - und dann eine völlig andere Einstellung zur Corporate IT mitbringen.
Das wichtigste Ergebnis der Studie: Während das IT-Management noch das Für und Wider bedenkt, betrachtet die jüngere Generation die Nutzung privater Endgeräte bereits als völlig selbstverständlich. Besonders beunruhigend für CIOs: Etwa ein Drittel der Befragten würde das Verbot eigener Geräte für berufliche Zwecke einfach ignorieren.
BYOD oder Consumerization sind laut dieser Studie bereits Mainstream, denn fast drei Viertel (74 Prozent) der Befragten in allen Ländern wenden BYOD bereits regelmäßig an - auch ohne Erlaubnis. In Deutschland sind es sogar 78 Prozent. Ein besonders interessantes Ergebnis: 59 Prozent der in Deutschland Befragten sehen den beruflichen Einsatz von Privatgeräten eher als ihr "Recht" als ein "Privileg".
Die Mehrheit sieht in der Nutzung der privaten Endgeräte die Möglichkeit, effektiver zu arbeiten. Doch es gibt eine weitere Besonderheit, die auf eine gemeinsame Generationserfahrung zurückgeht: Sie nutzen ihre privaten Endgeräte vor allem, weil sie so einen konstanten Zugang insbesondere zu Social Media- und Kommunikations-Tools haben.
Insgesamt weisen die Resultate auf die Dringlichkeit hin, mit der Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien entwickeln sollten, um BYOD-Aktivitäten erfolgreich zu sichern und managen. Der Weg des Verbots ist inzwischen ausgeschlossen, Unternehmen können nicht zu einer Parallelwelt ohne private Smartphones gemacht werden.
Bildquelle: Harald Wanetschka /
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