Digitalisierung

Positive Gestaltung des digitalen Wandels

Im Kommentar erläutert Nadin Härtwig, Portfolio Topic Lead bei der Telekom MMS, warum jedes Digitalisierungsvorhaben mit den Mitarbeitern steht und fällt.

Nadin Härtwig

Menschen für ein erfolgreiches, zufriedenes und sinnstiftendes Arbeitsleben zu stärken, ist Nadin Härtwigs Herzensthema.

Die Digitalisierung beeinflusst die Art und Weise, wie wir arbeiten. Doch wenn diese Transformation langfristig gelingen soll, dürfen sich Unternehmen nicht allein auf die Einführung digitaler Technologien verlassen. Denn die Treiber der Digitalisierung sind vor allem jene Menschen, die vornehmlich mit den neuen Tools und Systemen arbeiten. Daher müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt des digitalen Wandels stellen.

Stress in Change-Prozessen

Neue Technologien verändern in der Regel viele Arbeitsweisen in Unternehmen. Nicht immer fällt es den Mitarbeitern leicht, sich mit den neuen Werkzeugen, Workflows und in der neuen Arbeitsumgebung zurechtzufinden. Bestehende Kenntnisse sind oft nicht mehr aktuell und müssen erweitert oder ganz neu erlernt werden. Das löst nicht selten Verunsicherung bei den Beschäftigten aus, da sie das Gefühl haben, dass ihre bisherigen Qualifikationen durch Digitalisierung und Automatisierung obsolet werden. Unternehmen müssen in der Lage sein, diese Unsicherheiten und den dadurch ausgelösten Stress wahrzunehmen, im Blick zu haben und positiv zu beeinflussen. Nur so lässt sich die Akzeptanz des Wandels fördern.

Transparente Kommunikation

Wollen Unternehmen diesen Stress oder gar Widerstand bei der Einführung neuer Technologien und Prozesse minimieren oder vermeiden, ist es entscheidend, alle Mitarbeiter von Beginn an in den Veränderungsprozess einzubeziehen. Um sie auf den Wandel vorzubereiten und ihre Akzeptanz zu gewinnen, ist es wichtig, die Notwendigkeit der Digitalisierung transparent zu kommunizieren. Mitarbeiter sollten ermutigt werden, ihre Anliegen und Ideen einzubringen, um sie zur aktiven Mitgestaltung des Transformationsprozesses zu motivieren. Unternehmen können diese Teilhabe fördern, indem sie ihre Mitarbeiter an den Entwicklungen des Digitalisierungsvorhabens teilhaben lassen. Dafür eignen sich beispielsweise Mitarbeiter-Apps, die Beantwortung von FAQs sowie Kommunikations- und Wissensformate. Aber auch anonymisierte Umfragen können dabei helfen, die aktuelle Stimmungslage im Unternehmen zu erfassen. Schulungen und Trainingsprogramme stellen darüber hinaus sicher, dass alle Mitarbeiter souverän mit den neuen Tools und Technologien umgehen und diese auch effektiv nutzen können. Regelmäßiges Monitoring und Feedback helfen dabei, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu lösen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Fortwährende Einbindung

Da der Mensch auch zukünftig eine zentrale Rolle in der Digitalisierung spielt, ist es entscheidend, die Zusammenarbeit im Umgang mit neuen Technologien zu fördern und Ängsten oder Vorurteilen vorzubeugen. Dabei bilden vor allem eine offene Kommunikation sowie transparente Kompetenzvermittlung die Grundlage für eine positive Gestaltung des digitalen Wandels. Um die Akzeptanz vor, während und nach der Einführung neuer Technologien und digitaler Prozesse zu fördern, sind die fortwährende Einbindung in Prozesse sowie Schulungen und Trainings notwendig.

Bildquelle: Telekom MMS

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok