„Bei der Verwaltung von privilegierten Accounts sind hohe Sicherheitsstandards anzuwenden", rät Sebastian Rohr von Accessec.
IT-DIRECTOR: Herr Rohr, welche Arten von privilegierten Accounts gibt es?
S. Rohr: Im Allgemeinen wird zwischen drei Typen von privilegierten Accounts unterschieden:
IT-DIRECTOR: Diese Benutzerkonten werden zunehmend als Einfallstor für Datensabotage oder -diebstahl missbraucht. Welche Maßnahmen gilt es zu ergreifen?
S. Rohr: Bei der Verwaltung von privilegierten Accounts sind hohe Sicherheitsstandards anzuwenden. Dies beinhaltet u.a. die Verwendung von starken kryptografischen Passwörtern, die regelmäßige Änderung dieser Passwörter sowie Aufzeichnungsmethoden um privilegierte Zugriffe aufzeichnen und nachvollziehen zu können. Daher sollte der Zugriff auf Privilegien und Systeme durch eine zentrale Privileged Access Management (PAM) Lösung erfolgen.
IT-DIRECTOR: Welche Funktionalitäten sollte eine Sicherheitslösung im Bereich Privileged Management bieten?
S. Rohr: Eine Sicherheitslösung im Bereich des Privileged Management sollte die folgenden Parameter erfüllen:
IT-DIRECTOR: Wie lässt sich sicherstellen, dass Mitarbeiter nur die Rechte erhalten, die für ihren Tätigkeitsbereich erforderlich sind?
S. Rohr: Aktuelle Sicherheitslösungen können durch eine zentrale Nutzerverwaltung automatisch Nutzer importieren und diese in produktinterne Nutzergruppen unterteilen. Durch dieses Vorgehen können Nutzer den Zugriff auf vordefinierte Privilegien beantragen. Der Antrag wird abhängig von den Sicherheitsrichtlinien für die Gruppe automatisch genehmigt oder muss vorher durch entsprechend autorisiertes Personal genehmigt werden. Dieses Vorgehen erlaubt es Unternehmen exakt zu bestimmen, für welchen Mitarbeiter welche Systeme sichtbar sind und für welche Privilegien auf dem Systeme Zugriff beantragt werden kann.
IT-DIRECTOR: Welche Auswirkungen haben Cloud-Services auf die sichere Verwaltung privilegierter Accounts?
S. Rohr: Cloud-Services operieren eine hohe Anzahl an (typischerweise virtuellen) Servern. Daher müssen Zugriffe auf privilegierte Accounts auf den Host Servern, innerhalb der VMs, auf Applikations- und Datenbankservern sowie auf Netzwerkgeräten verwaltet werden.
IT-DIRECTOR: Geben Sie drei Tipps, die Großunternehmen im Zusammenhang mit Privileged Identity Management (PIM) bzw. Privileged Account Management (PAM) berücksichtigen sollten.
S. Rohr: