Die Herausforderung besteht darin, die gesamte neue Infrastruktur effektiv und effizient zu verwalten.
Und dieses soll grundlegende Veränderungen in der Branche zeigen, die in den Prognosen von 2014 kaum zu erkennen waren. Die Migration zum Edge verändert die Art und Weise, wie die heutigen Branchenführer über das Rechenzentrum denken. Sie kämpfen mit einem breiten RZ-Ökosystem, das aus vielen verschiedenen Arten von Einrichtungen besteht, und verlassen sich zunehmend auf den Rand des Netzwerks (Edge). Von den Teilnehmern, die heute bereits Edge-Sites betreiben oder bis 2025 Edge-Sites nutzen wollen, rechnet mehr als die Hälfte (53 Prozent) damit, dass die Anzahl der von ihnen unterstützten Edge-Sites um mindestens 100 Prozent wächst, wobei 20 Prozent einen Anstieg von 400 Prozent oder mehr prognostizieren. Zusammengefasst erwarten die Umfrageteilnehmer, dass ihre Gesamtzahl der Edge-Computing-Standorte bis 2025 um 226 Prozent zunehmen wird.
Während der vorangegangenen Studie 2014 wurde Edge zwar als wachsender Trend erkannt, verdiente aber nur vier Erwähnungen im 19-seitigen Bericht. Man konzentrierte sich zu diesem Zeitpunkt noch deutlich mehr auf hybride Architekturen, die Unternehmens-, Cloud- und Colocation-Ressourcen nutzten. Selbst in einer Branche, die sich rasant entwickelt und kontinuierlich verändert, ist das Wachstum von Edge und die damit verbundenen drastischen Auswirkungen auf die Rechenzentrumslandschaft erstaunlich.
„In einem Zeitraum von nur fünf Jahren haben wir die Entstehung eines völlig neuen Segments des RZ-Ökosystems erlebt, das durch die Notwendigkeit angetrieben wird, die Computer näher am Benutzer zu platzieren“, so Rob Johnson, CEO von Vertiv. „Dieses neue, verteilte Netzwerk ist auf ein erfolgskritisches Edge angewiesen und verändert die Art und Weise, wie wir bislang über das Rechenzentrum gedacht haben, grundlegend.“
„Vorhersagen über technologische Veränderungen in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren sind eine Herausforderung. Aber die vorliegende Studie bildet exakt die Vision eines sich ständig verändernden und unglaublich dynamischen Marktes ab, der sich vor unseren Augen entwickelt“, ergänzt Giordano Albertazzi, Präsident von Vertiv in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. „Insbesondere stimmen die Schätzungen für den zukünftigen Anstieg im Edge Computing mit dem prognostizierten Wachstum von Künstlicher Intelligenz (KI), Internet of Things (IoT) und anderen latenz- und bandbreitenabhängigen Anwendungen überein. Die Herausforderung – insbesondere angesichts des Personalmangels im Rechenzentrum – besteht darin, die gesamte neue Infrastruktur effektiv und effizient zu verwalten. Fernmanagement und Ansätze wie z.B. Light-Out-Rechenzentren werden eine immer wichtigere Rolle spielen.“
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