Würden von jetzt auf gleich weltweit sämtliche Rechenzentren (RZ) inklusive ihrer Backup-Standorte ausfallen, würde die Menschheit innerhalb von Sekunden locker um ein Jahrhundert zurückgeworfen: Das Internet wäre lahmgelegt ebenso wie die gesamte Telekommunikation. Internationale Finanzmärkte müssten schließen, Flugzeuge am Boden bleiben und Züge stillstehen. Das Gesundheitswesen stieße genauso schnell an seine Grenzen wie Handel und Logistik. Und dass Energieversorger ohne die Daten ihrer Leitsysteme konstant weiterarbeiten können, scheint ebenfalls fraglich.
Auf diese Weise würden fast sämtliche öffentlichen Lebensbereiche auf einen Schlag zum Erliegen kommen. Aber eben nur fast, wobei es in Zukunft gar noch weitaus schlimmer kommen könnte. Denn im Zuge der unaufhaltsamen Mobilisierung und zunehmenden Verbreitung der totalen Vernetzung – etwa im Rahmen des „Internets der Dinge“ – wird die Abhängigkeit von der Informations- und Kommunikationstechnologie weiter zunehmen.
Sicherlich ist die Vorstellung eines Komplettausfalls sämtlicher Data Center weit hergeholt. Dennoch zeigen solche Horrorszenarien, welchen herausragenden Stellenwert Rechenzentren für die Gesellschaft wie auch Unternehmen besitzen.
Grund genug, Themen wie RZ-Modernisierung oder -Infrastrukturen nicht stiefmütterlich zu behandeln. Hochverfügbarkeit, Energieeffizienz, Datensicherheit oder Netzmanagement sollten von daher auf der Tagesordnung der IT-Verantwortlichen nicht fehlen.