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Rechenzentren im roten Bereich

Warum die Herausforderung, Rechenzentren kühl zu halten, immer komplexer, teurer und energieintensiver wird und wie man gegensteuern kann, erklärt Markus Grau, Principal Technology Strategist bei Pure Storage, im Kommentar.

Klimatisierung für Rechenzentren

Für die Business Continuity und Notfallplanung sind Backup-Generatoren eine notwendige Vorsichtsmaßnahme.

Jeder Leiter eines Rechenzentrums ist mit der Notwendigkeit vertraut, einen effizienten Stromverbrauch und konstante Temperaturen mit den Anforderungen des Unternehmens in Einklang zu bringen.

Wer die Möglichkeit besitzt, kann eventuell durch den Bau von Rechenzentren in kälteren Gegenden viel zur Reduzierung der Kühllast beitragen. Natürlich ist dies für viele keine praktische Option. Auch die Sicherstellung einer ­stabilen Stromversorgung für die HVAC-Systeme stellt eine Grundvoraussetzung dar. Für die Business Continuity und Notfallplanung sind Backup-Generatoren eine notwendige Vorsichtsmaßnahme – sowohl für Kühltechnologien als auch für Rechen- und Speicherressourcen. Pläne für Business Continuity und Disaster Recovery sollten bereits Vorkehrungen für den Fall enthalten, dass die Stromversorgung und die Notfallstromversorgung ausfallen.

Wenn die Temperaturen in die Höhe schnellen, zahlt es sich aus, Hardware zu verwenden, die langlebig und zuverlässig ist. Eine Strategie kann die Nutzung effizienterer Lösungen sein – eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Jedes Stück Hardware verbraucht Energie und erzeugt Wärme. Unternehmen sollten sich nach Hardware umsehen, die auf einer kleineren Fläche im Rechenzentrum mehr leisten kann, was dazu beiträgt, die Temperaturen – und damit die Kühlkosten – zu senken.

Jetzt kommen wir zu Direct ­Attached Storage und hyperkonvergenten Systemen. Viele Anbieter sprechen von der Wirksamkeit, Rechen- und Speichersysteme in einer Hyperconverged Infrastructure (HCI) miteinander zu verbinden. Das ist absolut richtig, aber diese Effizienz hat vor allem mit der schnellen Bereitstellung dieser Lösungen und der Reduzierung der daran beteiligten Teams zu tun. Es geht nicht unbedingt um Energieeffizienz allein. Aber wenn Rechen- und Speicherkomponenten voneinander getrennt werden, ist es einfacher, die Gesamtzahl der benötigten Infrastrukturkomponenten zu reduzieren – und damit auch den Energie- und ­Kühlungsbedarf zu senken.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Der alte Ansatz der Bereitstellung von Ressourcen auf der Grundlage der Anforderungen der nächsten drei bis fünf Jahre ist nicht mehr zweckmäßig. Dieser Ansatz bedeutet, dass Unternehmen am Ende weit mehr Infrastruktur betreiben, als sie unmittelbar benötigen. Stattdessen können sie mit modernen On-Demand-Verbrauchsmodellen und automatisierten Bereitstellungs-Tools die Infrastruktur in ihren Rechenzentren im Laufe der Zeit problemlos aufrüsten. Die Infrastruktur wird „just in time“ und nicht „just in case“ bereitgestellt, sodass keine Komponenten mehr mit Strom versorgt und gekühlt werden müssen, die erst in Monaten oder sogar Jahre später benötigt werden.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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