BCI-Report 2023

Resilienz ganz oben auf der Agenda

Im Kommentar erläutert Benjamin Jansen, Senior Vice President Sales ENS/CM bei F24, Erkenntnisse aus dem vor Kurzem veröffentlichten BCI Emergency & Crisis Communications Report 2023.

Benjamin Jansen, F24

Benjamin Jansen hat mehr als 23 Jahren Erfahrung in verschiedenen Management-Positionen im Vertrieb und über 16 Jahren Erfahrung im Bereich SaaS-Lösungen, Internet of Things und Cloud-Technologie.

Im Februar dieses Jahres hat eine globale Welle von Ransomware-Cyberattacken Einrichtungen und Unternehmen angegriffen. Weltweit war die Schadsoftware nach Angaben der Medien auf etwa 84.000 Servern installiert, in Deutschland allein auf etwa 7.000. Besonders ärgerlich: Die Sicherheitslücke war eigentlich bereits vor geraumer Zeit entdeckt und geschlossen worden, Unternehmen mussten sich aber natürlich selbstständig um das Update der Software kümmern. Die Folgen der Angriffswelle waren unterschiedlich stark zu spüren, deutlich macht dieser Vorfall aber vor allem eins: Effektives Krisen- und Risikomanagement ist ein Marathon, kein Sprint.

Glücklicherweise haben viele Betriebe dies bereits erkannt, darauf deuten die Zahlen des im Februar erschienenen BCI Emergency & Crisis Communications Report 2023 hin. Das Business Continuity Institute (BCI) hat für den Bericht Unternehmen zu unterschiedlichen Aspekten ihrer Notfallkommunikation befragt. Es zeigte sich: die zentralen Anforderungen sind Flexibilität und Verfügbarkeit.

Im Notfall schnell sein

Deshalb setzen 81 Prozent der befragten Organisationen, die digitale Tools im Einsatz haben, eine SaaS-Lösung für die Notfallkommunikation ein. Der Bericht zeigt auch, dass durch digitale Krisenmanagementlösungen eine schnellere Reaktionsgeschwindigkeit und Aktivierung von Krisenkommunikationsplänen erreicht wird: 33 Prozent der Organisationen, die digitale Tools verwenden, konnten ihre Notfallkommunikationspläne innerhalb von fünf Minuten aktivieren, wohingegen es bei Unternehmen, die keine digitalen Tools im Einsatz haben lediglich 7 Prozent waren – ein Unterschied von 26 Prozentpunkten.

An diesen Zahlen zeigt sich eindeutig die Stärke von SaaS-Lösungen für das Krisen- und Notfallmanagement. Sie sind der Goldstandard, weil durch ihren Einsatz sichergestellt werden kann, dass schnelle und ausfallsichere Kommunikation jederzeit möglich und damit Teamkoordination auch im Ernstfall machbar bleibt. Je nach Variante verfügen sie über verschiedene technische Schnittstellen, mithilfe derer Systeme dritter Parteien, Datenbanken, Kommunikationskanäle oder Anlagen ohne großen Aufwand angebunden werden können.

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Digitale Krisenmanagement-Lösungen ermöglichen automatisierte Alarmierung auf der Basis eines umfassenden Krisenmonitorings und setzen die vorab für den jeweiligen Fall festgelegten Aktivitäten in Gang. Je nach Programmierung so lange, bis eine Rückmeldung auf die Alarmierung erfolgt ist. Außerdem sind sie individuell für das vorliegende Szenario anpassbar – ein kaum zu unterschätzender Vorteil, denn: IT- oder Telekommunikationsvorfälle sind bei Weitem nicht alleinige Hauptauslöser für die Aktivierung von Notfallkommunikationsplänen. Zwar kommen sie laut BCI-Report mit 43 Prozent auf Platz zwei, aber auch Faktoren wie widrige Wetterbedingungen (49 Prozent) und Krankheitsausbrüche (28 Prozent) stellen weiterhin ein großes Risiko für Unternehmen dar.

Auf digitale Lösungen setzen

Unterm Strich machen die Erkenntnisse aus dem BCI-Report 2023 Mut, zeigen sie doch, dass immer mehr Unternehmensverantwortliche sich für die frühzeitige Implementierung von Krisenmanagement-Lösungen und damit für die Resilienz des eigenen Betriebes entscheiden. Mit 70 Prozent setzen nun mehr Unternehmen als je zuvor auf digitale Lösungen. In Kombination mit regelmäßigen Notfalltrainings sorgen sie damit dafür, auch im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben und Ausfallzeiten und andere Geschäftsschäden auf ein Minimum zu reduzieren.

Bildquelle: F24

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