Mithilfe von Daten lassen sich frühzeitig Trends erkennen oder komplexe Produktionsprozesse automatisieren.
Denn viele Menschen geben im Alltag noch immer allzu sorglos ihre persönlichen Daten preis. Das machen sich vor allem große Techriesen wie Google, Meta oder Amazon zunutze, um tief in aller Privatleben vorzudringen. Aber auch Kriminelle entwickeln immer raffiniertere Methoden, um an wertvolle Adressen, Passwörter oder Geschäftsgeheimnisse zu gelangen. Nicht zuletzt fragte die Mainzer Polizei rechtswidrig Daten aus der Luca-App ab, um Zeugen in einer Mainzer Gaststätte ausfindig zu machen. Die Nutzung von Daten der App, die in vielen Restaurants und Gaststätten zur Corona-Kontaktverfolgung eingesetzt wird, ist laut Infektionsschutzgesetz nicht für die Strafverfolgung erlaubt. Daher sind robuste Regeln notwendig, um Risiken für den Einzelnen und für unsere Demokratien zu vermeiden.
Der wachsende Fundus an Daten birgt aber auch Chancen. So können Unternehmen frühzeitig Trends erkennen oder komplexe Produktionsprozesse automatisieren. Mithilfe von Big Data lassen sich Wettbewerbsvorteile erlangen sowie Abläufe effizienter und im besten Fall nachhaltiger gestalten. Und der erfolgreiche Einsatz der Corona-Warn-App in der Pandemie hat ebenfalls gezeigt, dass das Sammeln von Daten für den Gesundheitsschutz durchaus im Einklang mit den hohen deutschen Datenschutzanforderungen möglich ist.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Wichtig bleibt trotz aller Vorzüge, die die zunehmende elektronische Datenverarbeitung mit sich bringt, weiter für einen sorgsamen Umgang mit Daten zu sensibilisieren. Security Awareness ist hier die effektivste Strategie, um die persönlichen Daten bestmöglich vor Missbrauch zu schützen. Dazu gehört, auch jeder scheinbar seriösen Nachricht mit gesunder Skepsis zu begegnen, bevor nicht feststeht, dass die Quelle vertrauenswürdig ist. Auch sollte man sich bei einem Registrierungsvorgang im Internet vorab informieren, wofür der Anbieter die abgefragten Informationen eigentlich benötigt, statt einfach nur auf „Zustimmen“ zu klicken.
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