Cyber-Ark-Studie deckt Schwachstelle auf

Sicherheitslücken im IT-System

Privilegierte Benutzerkonten, wie sie Administratoren besitzen, zählen zu den größten Schwachstellen in der IT-Sicherheit eines Unternehmens.

Zudem gehen generell von Insidern die meisten Bedrohungen aus. Zu diesen Ergebnissen kommt die vom Sicherheitssoftware-Anbieter Cyber-Ark durchgeführte Studie "Trust, Security & Passwords".

Die Cyber-Ark-Untersuchung wurde bereits zum sechsten Mal durchgeführt. Dabei sind 820 IT-Mitarbeiter in Führungspositionen aus vorwiegend größeren Unternehmen in EMEA und den USA zum Thema Datensicherheit interviewt worden.

Die befragten Unternehmen sind generell der Meinung, dass zunehmend
privilegierte Zugänge als Einfallstor für Datensabotage oder -diebstahl
genutzt werden, da über sie oft ein anonymer Zugang zu vertraulichen
Informationen möglich ist. 64 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass
die Angriffe auf die Datensicherheit in der jüngsten Vergangenheit über
privilegierte Accounts erfolgten. Zu den privilegierten Zugängen zählen
zum Beispiel administrative Accounts und Software oder Application
Accounts, das heißt Passwörter, die in Anwendungen, Skripten oder
Konfigurationsdateien gespeichert sind und einen automatischen Zugriff
auf Backend-Systeme ermöglichen. Über all diese Accounts ist ein Zugriff
auf geheime und vertrauliche Daten eines Unternehmens möglich.

Trotz der hohen Anzahl von Fällen, bei denen für Cyber- oder
Insider-Attacken privilegierte Accounts genutzt werden, bleibt dieser
Bereich eine entscheidende Schwachstelle der IT-Sicherheit. Entweder gibt
es hier auf Unternehmensseite überhaupt keine Regelungen oder sie sind
unzureichend. So bestätigen beispielsweise 43 Prozent, dass sie die
Nutzung privilegierter Accounts nicht überwachen. Unter denjenigen, die
hier hingegen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben, meinen zudem 52
Prozent, dass sie die vorhandenen Kontrollen umgehen könnten.

Die Untersuchung zeigt auch, dass für die deutliche Mehrheit der
Befragten die größte Bedrohung für die Datensicherheit von Insidern
ausgeht, das heißt von internen und externen Mitarbeitern von
Partnerfirmen oder Dienstleistern, die eine Zugriffsmöglichkeit auf
Unternehmensressourcen haben. Dies bestätigen 71 Prozent, nur 29 Prozent
sehen in externen Attacken die größeren Sicherheitsrisiken. Der Schutz
vor Insiderbedrohungen ist dabei oft nicht gegeben, weil gerade der
Zugang zu vertraulichen Daten nicht exakt geregelt und keine
rollenbasierte Zugriffskontrolle vorhanden ist. Folgende Zahlen
verdeutlichen das: 45 Prozent bestätigen, dass sie Zugriff auf Informationen haben, die sie für ihren Tätigkeitsbereich überhaupt nicht benötigen. Und 42 Prozent erklären, dass sie selbst oder ein Kollege unter Nutzung von Administratoren-Passwörtern bereits auf vertrauliche Daten zugegriffen haben.

Jochen Koehler, Dach-Chef von Cyber-Ark mit Sitz in Heilbronn, erklärt:
"Das Ergebnis unserer Studie ist teilweise mehr als erstaunlich:
Einerseits erkennen die Unternehmen zunehmend, dass gerade auch von
privilegierten Benutzerkonten hohe Sicherheitsgefahren ausgehen.
Andererseits haben sie hier aber bisher keine Maßnahmen ergriffen, obwohl
mit der Implementierung einer Lösung im Bereich Privileged Identity
Management das Problem einfach, schnell und auch kostengünstig in den
Griff zu bekommen ist. Ein positiver Nebeneffekt ist dabei: Mit einer
solchen Lösung werden auch viele Prozesse in der IT vereinfacht und
optimiert. Man denke nur an die vielerorts noch praktizierte manuelle
Passwort-Verwaltung, die extrem aufwändig und zudem fehlerbehaftet ist.”

Alle Teilnehmer an der Studie wurden abschließend zu ihrer
Security-Strategie befragt. Dabei bestätigen immerhin 51 Prozent, dass
sie angesichts aktueller Sicherheitsbedrohungen gravierende
Strategieänderungen planen. Und die Einführung von Lösungen im Bereich
Privileged Identity Management liegt dabei an prominenter Stelle. Im
Hinblick auf die Prioritäten, die Unternehmen im Bereich Sicherheit in
diesem Jahr generell setzen wollen, ergibt sich folgende Rangliste: 17
Prozent nannten das Vulnerability Management, 16 Prozent das Privileged
Identity Management, 15 Prozent das Security Information and Event
Management (SIEM) sowie 13 Prozent die Themen Anti-Virus und Anti-Malware.

Koehler meint: "Dieses Ranking zeigt eindeutig, dass immer mehr
Unternehmen die sicherheitsrelevante Bedeutung der Themen ‚Verwaltung von privilegierten administrativen Accounts’ und ‚Passwort-Management’
erkennen."

www.cyber-ark.com

Bildquelle: Antje Delater /pixelio.de

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