Elke Steinegger, Head of Managed Services und Transformation, Tieto Deutschland
Rechenzentrumsoptimierung steht heute auf der Agenda der meisten IT-Verantwortlichen. Ein zentraler Aspekt ist dabei das Thema Sicherheit. Hier sind zwei Dinge zu unterscheiden: Die Gebäudesicherheit und die Datensicherheit. Gegen physische Bedrohungen wie Einbrüche oder Naturgewalten lassen sich Rechenzentren relativ einfach absichern, doch wie sieht es mit dem Schutz der Daten aus?
Auf der Cebit dieses und letztes Jahr war das Thema Cloud wohl das meist besprochene Thema. Doch was auf den ersten Blick für Laien sehr abstrakt wirkt und manche Experten immer noch für einen Modetrend halten, ist in der Realität nichts anderes als die Perfektion von ausgelagerten IT-Dienstleistungen. Denn Daten verschwinden nicht einfach „in der Wolke“, sie werden nur auf externen Servern gespeichert. Das Rechenzentrum bildet also die sehr reale Basis aller Cloud- oder Cloud-ähnlicher Services. Genau hier beginnen oft die Schwierigkeiten.
Es gibt in Deutschland große Vorbehalte gegenüber dem Outsourcing von Unternehmensdaten, obwohl die Cloud inzwischen Einzug in den Alltag vieler großer und mittelständischer Unternehmen gehalten hat. Vor allem der Mittelstand steht dem Ganzen weiterhin skeptisch gegenüber. Eine Untersuchung hat ergeben, dass nur sieben von 100 befragten IT-Experten mittelständischer Unternehmen glauben, dass Daten in der Cloud sicherer seien als auf den eigenen Firmenservern. Angst haben Unternehmen vor allem vor Datenspionage und Informationshandel. Doch auch Datenverluste und Virenbefall sind ernstzunehmende Probleme, auf die ein Anbieter von IT-Outsourcing-Produkten bereits im Vorfeld Lösungen parat haben muss.
Es geht in erster Linie darum, am Anfang einer möglichen Zusammenarbeit klarzustellen, was der Anbieter mit den ausgelagerten Daten macht und wie sowohl die Daten selbst als auch der permanente und uneingeschränkte Zugriff des Nutzers darauf sichergestellt wird. Es genügt nicht, die Möglichkeiten und Vorteile des Cloud Computings hervorzuheben, man muss auch auf die Risiken hinweisen und dafür gleichzeitig Lösungen präsentieren. Den Worst Case kann niemand völlig ausschließen, aber es ist die Aufgabe eines vorausschauenden und kompetenten Dienstleisters, die Wahrscheinlichkeit zu minimieren.
Bildquelle: Ursula Scholz