Gerade auch im Rahmen der Remote-Arbeit passieren viele Sicherheitsvorfälle.
Als größte Risiken sehen die Befragten in Deutschland die Nichtberücksichtigung von Unternehmensrichtlinien, den Einsatz von Schatten-IT sowie Remote-Arbeit wie z.B. im Homeoffice. Tatsächlich hatten laut der Umfrage 39 Prozent der befragten Organisationen seit der Pandemie einen Sicherheitsvorfall zu beklagen, der auf Mitarbeiter zurückzuführen war.
Egal ob ein falscher Klick auf einen infizierten Anhang oder Link oder ein unbedachter Download einer nicht genehmigten Software – Cyberkriminelle zielen oft auf Mitarbeiter, um sich einen Weg ins Unternehmensnetzwerk zu erschließen. Die aktuelle Studie „Cybersicherheit: Finanzbranche im Fokus“ zeigt, wie sehr dieser Branchensektor in Deutschland Nachholbedarf hat. Vielen Mitarbeitern fehlt weiterhin teilweise grundlegendes Wissen in Bezug auf Cybersicherheit. Dementsprechend wird die Belegschaft von den in der Studie Befragten als ein nicht zu unterschätzendes Cybersicherheitsrisiko angegeben.
Besondere Herausforderungen sehen die Befragten bezüglich der IT-Sicherheitsexpertise und beim Datenschutz. Das Ignorieren von Unternehmensrichtlinien (19 Prozent), Remote-Arbeit (24 Prozent) und Schatten-IT (11 Prozent) werden hierbei als schwerwiegendste Faktoren genannt. Besonders die Schatten-IT bereitet offensichtlich Sorge, da viele Angestellte weiterhin im Homeoffice arbeiten und dort unvorsichtiger mit internen Sicherheitsrichtlinien umgehen oder diese sogar teilweise missachten. Die unbefugte Nutzung von Fremdgeräten stellt darüber hinaus ein weiteres Gefahrenpotenzial dar. In freien Statements der Studienteilnehmer über alle Unternehmensgrößen hinweg ist die Rede von „Mitarbeitern, die gezielt Maßnahmen untergraben“, „Unachtsamkeit von Mitarbeitern“ oder auch „Schäden, die bewusst durch Mitarbeiter verursacht werden“.
Die Studie belegt, dass es vielen Mitarbeitern im Finanzsektor an einem Bewusstsein für Cybersicherheit mangelt und folglich ein erhebliches Schulungspotenzial besteht. Zwar werden in mehr als der Hälfte aller befragten Organisationen (51 Prozent) alle IT-Mitarbeiter regelmäßig zu Sicherheitsthemen und -verfahren geschult, bei Assistenten der Geschäftsleitung, Beschäftigten im Marketing, Analysten und Händlern oder in der Buchhaltung besteht jedoch noch Nachholbedarf: Zwischen 25 und 32 Prozent der Befragten geben an, dass in allen anderen Abteilungen außerhalb der IT weniger als die Hälfte der Mitarbeiter regelmäßig geschult wird.
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