Irina Chan verantwortet bei Toshiba Electronics Europe den Bereich „Product Management für Storage Products – B2B & B2C – EMEA“.
Trotz der Bedeutung von Daten und der allgegenwärtigen Gefahren, die ihnen drohen, erfahren Backups und Strategien zur Datensicherung noch zu oft eine stiefmütterliche Behandlung. Dabei kann ein Verlust verheerende Auswirkungen haben und für Unternehmen im schlimmsten Fall sogar existenzbedrohend sein. Und die Risiken sind zahlreich: Mobile Geräte, etwa Laptops oder Smartphones, sind nicht nur ein attraktives Ziel für Kriminelle, sie sind auch leicht zu entwenden. Neben Diebstahl können Computer aber auch Opfer von Ereignissen wie Feuer, Wasser oder anderen physischen Schäden werden. Besonders wichtig bei der Vermeidung von Datenverlust durch HardwareSchäden: das Auslagern von Backups auf externe Festplatten an verschiedenen Orten oder in die Cloud.
Eine ganz andere Bedrohung kommt aus dem Internet, wo Cyberkriminelle es auf die Daten von Unternehmen und Privatnutzern abgesehen haben. Einbrüche in unvollständig geschützte Systeme sorgen dafür, dass Angreifer sensible Daten auslesen, verändern, löschen oder sogar stehlen können. Unternehmen sind zudem immer wieder von Ransomware betroffen, die Anzahl der Betroffenen aus Wirtschaft und Industrie steigt auch in Deutschland stetig an.
Wohl dem, der seine Daten auf Grundlage einer zuverlässigen Backup-Strategie selbst wiederherstellen kann – denn längst sind Cyberkriminelle dazu übergegangen, auch die Backups selbst als Schwachstelle auszumachen und ungeschützte Sicherungskopien als Einfallstor zu nutzen. Leicht machen ihnen das besonders Unternehmen, die ihre Daten sorglos auf dem Primärspeichersystem ablegen und keine Vorkehrungen zur Isolation der Backups treffen. Auch die Cloud ist dabei per se kein sicherer Hafen mehr, weil hybride Infrastrukturen keine sichere Abgrenzung zu den Produktivsystemen bieten. Eine Antwort auf diese Bedrohung: unveränderliche Backups, die Manipulationen an einmal erstellten Sicherungskopien verbieten.
Aber es benötigt nicht immer eine Bedrohung von außen, um die eigenen Daten zu verlieren. Der menschliche Faktor im Umgang mit vertraulichen Informationen muss unbedingt berücksichtigt werden – denn Menschen machen nun mal Fehler. Manchmal sind es nur wenige Klicks und ganze Datensätze sind auf Nimmerwiedersehen gelöscht oder aus Versehen überschrieben. Gleiches gilt auch für das Formatieren von Festplatten, das schnell zu ungewolltem Datenverlust führen kann. Die Wiederherstellung ist mit entsprechenden Tools zwar denkbar, stellt aber im Gegensatz zu einem Backup einen hohen Aufwand dar.
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In Anbetracht der Vielzahl an Gefahren für unsere Daten, ob private oder berufliche, ist eine hohe Achtsamkeit angebracht. Dabei gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht, was sich in lückenlosen Backups zeigen sollte. Besonders der Umgang mit Daten ist gerade bei privaten Anwendern zu sorglos, was eine Sensibilisierung für drohende Risiken immer noch notwendig macht.
Bildquelle: Toschiba