Siemens-Chef Joe Kaeser will Software und digitale Dienstleistungen für die Industrie zu einem wichtigen Standbein des Konzerns machen. Foto: Tobias Hase
Ab Januar 2018 soll das für vernetzte Industriemaschinen entwickelte Siemens-Betriebssystem Mindsphere auf Amazon Web Services laufen, wie das Münchner Unternehmen mitteilte. Siemens-Chef Joe Kaeser will Software und digitale Dienstleistungen für die Industrie zu einem wichtigen Standbein des Konzerns machen. Vor Investoren und Analysten sprach Kaeser in München vom „innovativsten Siemens, das es je gab“. Dafür wird das Forschungs- und Entwicklungsbudget nochmals erhöht – von 5,2 im vergangenen auf 5,6 Milliarden Euro in diesem Geschäftsjahr. Technikvorstand Roland Busch betonte, dass im Digitalgeschäft 20 Prozent des Umsatzes in die Forschung fließen – mehr als das Dreifache des Durchschnitts im Siemens-Gesamtkonzern.
Siemens ist wegen des geplanten Abbaus von 6.900 Stellen in den Traditionssparten Kraftwerke und Antriebe unter Druck geraten, Käser ging darauf nur kurz ein: Das habe nichts mit der Digitalisierung zu tun, sondern sei „einfach eine Transformation“ vom fossilen Zeitalter zu erneuerbarer Energie. Das Unternehmen betonte, dass im vergangenen Geschäftsjahr mehr als drei Milliarden Euro des Forschungsetats in Deutschland ausgegeben worden seien, das entspricht etwa 60 Prozent.
dpa/SI