Effiziente Abläufe

„Silos behindern nicht nur die Effizienz“

Im Interview erläutert Tom Schröder, Regional Director DACH bei Frends Enterprise iPaaS, wie es Unternehmen gelingt, betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten.

  • Tom Schröder, Frends Enterprise iPaas

    Der Diplom-Kaufmann und Wirtschaftsinformatiker Tom Schröder (38) ist seit September 2023 Head of DACH bei Frends. ((Bildquelle: Frends Enterprise iPaaS))

  • Wolke, iPaaS

    Mit einer Integration-Platform-as-a-Service-Infrastruktur können Unternehmen flexibel auf steigende Anforderungen reagieren. ((Bildquelle: Getty Images / iStock /Getty Images Plus))

ITD: Herr Schröder, inwieweit sind isolierte IT-Landschaften heute noch ein Problem in vielen Unternehmen?
Schröder: Isolierte IT-Landschaften sind nach wie vor eine weit verbreitete Herausforderung in Unternehmen. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu sichern, benötigen sie heute eine umfassend integrierte Systemlandschaft. Dies zeigt sich z.B. in der Fertigungsindustrie, wo Maschinen, Sensoren und verschiedene Technologien oft nicht nahtlos miteinander kommunizieren. Diese Silos behindern nicht nur die Effizienz und die IT-Sicherheit, sondern beeinträchtigen auch die Fähigkeit, auf agile Weise auf Marktanforderungen zu reagieren.

ITD: Wie kann eine umfassende Automatisierung betrieblicher Abläufe über alle Silos hinweg am besten realisiert werden?
Schröder: Die Schlüsselkomponente für eine umfassende Automatisierung ist eine Integration Platform as a Service (iPaaS). Durch die Nutzung von entsprechenden Lösungen können Unternehmen ihre IT-Komponenten, einschließlich Legacy-Systemen, nahtlos verbinden. Dies ermöglicht z.B. eine hybride Integration von Maschinendaten, historischen Wartungsaufzeichnungen und Künstliche-Intelligenz-Services (KI) in der Fertigungsindustrie. Im Einzelhandel können dagegen die mobilen Geräte der Kunden mit den Informationssystemen am Point of Sale (PoS) in Echtzeit verknüpft werden, um präferenzbasierte Einkaufserlebnisse in-store zu ermöglichen. Die Automatisierung führt hier nicht nur zu erhöhter Effizienz, sondern sorgt in vielen Fällen auch für ein verbessertes Kundenerlebnis.

ITD: Welche Herausforderungen bzw. Stolpersteine gilt es dabei zu beachten?

Schröder: Bei der umfassenden Automatisierung können verschiedene Herausforderungen auftreten. Eine Schlüsselherausforderung ist die Integration von Legacy-Systemen, die oft keine geeigneten Schnittstellen bieten. iPaaS-Systeme lösen dieses Problem durch die Bereitstellung von Konnektoren, die eine nahtlose Verbindung zwischen Legacy- und modernen Systemen ermöglichen. Ein weiterer Stolperstein kann die mangelnde Flexibilität von IT-Lösungen sein. So können etwa selbst bei gemeinsamen Schnittstellen unterschiedliche Datenformate zum Stolperstein werden. Auch die Skalierbarkeit der Integrations- und Automatisierungslösungen ist ein Thema, welches zu Beginn oft nicht hinreichend bedacht wird. Wir bieten als Low-Code-Plattform ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit für verschiedene Branchen und Organisationen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2024. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITD: Welche Vorteile kann Integration Platform as a Service in diesem Kontext bieten?
Schröder: Eine iPaaS-Infrastruktur bietet entscheidende Vorteile. Sie ermöglicht nicht nur die Integration von unterschiedlichsten Systemen, sondern auch die Automatisierung von Geschäftsprozessen. Durch den Einsatz eines iPaaS-Systems können Unternehmen auf eine zentrale Lösung zugreifen, die als Kommunikations- und Steuerungskanal zwischen verschiedenen Systemen dient, sowohl On-Premise als auch in der Cloud. Das ermöglicht den verschiedenen Fachabteilungen, von Anfang an in den gesamten Integrationsprozess einbezogen zu werden und die Kontrolle über die IT zu behalten

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