Luftverschmutzung in Innenräumen

So krank macht Büroarbeit wirklich

Warum Luftverschmutzung auch in Innenräumen ein Thema ist und was ­Verantwortliche tun können, um Abhilfe zu schaffen, erläutert Tanja Schmidt, Geschäftsführerin der Igreeen Solution GmbH und Expertin für technische Büroausstattung.

Tanja Schmidt, Igreeen Solution

Tanja Schmidt verfolgt das Ziel, das tägliche Drucken so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.

Stundenlanges Sitzen, Rücken­schmerzen und angestrengte ­Augen – Büroarbeit ist noch gesundheitsschädlicher als bereits vermutet. Vielerlei unspektakulär anmutende Gefahren warten auf den 9-to-5-Arbeitnehmer. Aber kaum einer denkt da spontan an die Raumluft: unsichtbar, immer da und vor allem lebensnotwendig. Kleinstpartikel, sogenannten Feinstaub – für das menschliche Auge meist nicht sichtbar – atmen wir tagtäglich auch in Innenräumen ein: eine Gefahr, mit der sich viele Büroarbeiter ohne Schutz kon­frontiert sehen. Denn nicht erst seit dem Diesel-Skandal ist bekannt, dass Feinstaub einen nega­tiven Effekt auf die Gesundheit haben kann. Ein Risiko, dessen sich viele Mitarbeiter und auch Unternehmen nicht bewusst sind.

Bei der Luftverschmutzung in Gebäuden handelt es sich um ein echtes Problem – eine Studie fand heraus, dass durchschnittlich sogar über vier Millionen Menschen jährlich vorzeitig sterben, weil sie im Innenbereich Schadstoffen und Feinstaub ausgesetzt waren. Als Verursacher kommen etwa giftige Baumaterialien, eine schadstoff­reiche Inneneinrichtung, Reiniger, Schimmel und auch Abgase in Betracht, zumindest wenn sich die Räumlichkeiten nahe einer Verkehrsader befanden. Einige Faktoren lassen sich als Unternehmer oder CEO oft nur schwer verhindern oder vermeiden, bei anderen ist es tatsächlich ganz einfach.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Es fängt beispielsweise schon dabei an, dass man die Geräte, die tag­täglich vielfach verwendet werden, genauer unter die Lupe nimmt. Nicht ohne Grund lautet die offi­zielle Empfehlung, dass sich etwa Drucker, Kopierer oder Multifunktionsgeräte nicht im selben Raum wie die Arbeitsplätze befinden ­sollen. Das ist aber oftmals wenig praktikabel – daher sollten Ver­antwortliche explizit auf Geräte setzen, die umweltfreundlich agieren und keine Schadstoffe aus­stoßen. Und das ist einfacher als gedacht: Moderne, grüne Tintenstrahldrucker emittieren keinen Feinstaub und arbeiten mit wenig Wegwerfmaterialien. Bislang erfährt dieses Thema aber eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit. Unternehmer und CEOs müssen ihre Mitarbeiter besser schützen. Aber auch die Arbeitnehmer können Änderungen anstoßen, indem sie auf die Problematik aufmerksam machen. Ohne großen Aufwand ließe sich so die Konzentration an schädlichen Teilchen in der Luft erheblich senken. Ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zu einem sprichwörtlich gesunden Klima wäre damit getan.

Bildquelle: Igreeen Solution GmbH

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