Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ergänzt sein Archiv für Satellitendaten mit dem Silent-Brick-System.
Das Archiv des Earth Observation Centers (EOC) sichert die Daten der Erderkundungssatelliten mit einem Dual-Vendor-Ansatz. Das Silent-Brick-System ersetzt einen Teil der auf Tape basierenden Lösung und ermöglicht schnelleren Zugriff beim Auslesen der Daten des mehrere Petabyte (PB) großen Archivs. Künftige Satellitenmissionen lassen ein Datenwachstum von bis zu zehn PB pro Jahr erwarten, die für Auswertungen schnell verfügbar sein sollen – hier soll die festplattenbasierende Lösung von Fast LTA ihre Vorteile gegenüber Tape einbringen. Außerdem könne auf die bisherige Kopie der Daten auf schnellere Festplatten verzichtet werden. Der wahlfreie Zugriff war einer der Kernanforderungen für eine zukünftige Archivlösung des Satellitendatenarchivs. Der Anbieter entwickelt im Zuge des Einsatzes beim DLR sein Silent-Brick-System für kommende große Archivspeicher weiter.
Das System wurde neben der größeren Geschwindigkeit auch wegen der einfachen Einbindung in die bestehende Infrastruktur ausgewählt, denn die Silent Bricks lassen sich als Virtual-Tape-Library (VTL) betreiben. Somit war die Integration in die Umgebung ohne große Anpassungen an die bestehende Archiv-Software möglich. Zusätzlich werden im Vergleich zur bisherigen Lösung niedrigere Latenzen beim Auslesen der Daten aus dem Archiv erreicht, so der Anwender. Auch die Energieversorgung des Archivs könne durch das System optimiert werden, da sich inaktive Silent Bricks stromlos abschalten ließen. Die Integration der ersten Silent-Brick-Systeme erfolgte ohne Unterbrechung des produktiven Betriebes seit Anfang 2019 an den DLR-Standorten Oberpfaffenhofen und Neustrelitz.
Bildquelle: DLR