Nordex baut auf Microsoft

Standardisierte Softwareverteilung

Der Windanlagenhersteller Nordex standardisiert und optimiert sein Client-Management-Verfahren mit Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM).

Nordex baut auf Microsoft

Rotorblattfertigung bei Nordex

Der Windanlagenbauer Nordex begann 1985 als kleiner Betrieb und konnte in der Folgezeit in einem dynamischen Marktumfeld schnell wachsen. Heute ist die Nordex SE eine Managementholding mit den zwei hundertprozentigen Tochtergesellschaften Nordex Energy GmbH und Nordex Energy B.V. Rund um den Globus drehen sich mehr als 4.200 Windenergieanlagen von Nordex mit einer Leistung von über 6.000 Megawatt (MW). Die Gruppe setzt auf große, leistungsfähige Anlagen und ist technisch sehr innovativ. Ihre technische Kernkompetenz umfasst Turbinen der Klassen 1,5 MW (Asien) und 2,5 MW (USA, Europa), die für den weltweiten Einsatz in allen Klimaregionen ausgelegt sind. Außerdem entwickelt das Unternehmen leistungsstärkere Maschinen für On- und Offshore-Errichtungen.

Nordex ist weltweit aufgestellt, jedoch fehlte dem Unternehmen eine standardisierte Softwareverteilung. Jeder der mehr als 2.000 Rechner musste einzeln von Hand eingerichtet werden. „Wir benötigten eine Plattform, die es gestattet, das System vollautomatisch und weltweit auf dem neuesten Stand zu halten“, sagt Thomas Mellech, Head of IT Systems & Infrastructure bei Nordex. Daher begann Nordex Ende 2009, Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM) zu testen. Nachdem die Tests erfolgreich verliefen, sollte SCCM nun flächendeckend zum Einsatz kommen. Der Anlagenbauer entschied sich, die Spezialisten der Phat Consulting GmbH hinzuzuziehen, die bereits auf Basis des Vorgängers von SCCM, Systems Management Server, erfolgreiche Großprojekte umgesetzt hatten.

Die Berater hatten die Aufgabe, das System optimal in die IT-Strukturen von Nordex einzufügen. Die Verantwortlichen beschlossen, die Softwareverteilung vollständig zu standardisieren und durch automatisierte Prozesse, standardisierte Verfahren und durchgängige Namenskonventionen zu optimieren. Alle implementierten Prozesse im Bereich Paketierung und Softwareverteilung sollten dokumentiert werden. Ein Ziel bestand auch darin, das anstehende Deployment von Windows 7 mit SCCM vorzubereiten.

Software flexibel installieren

„System Center Configuration Manager ist ein umfangreiches Werkzeug. Deswegen empfiehlt es sich, das Microsoft Solution Framework einzusetzen“, erläutert Michael Kutzia, Consultant bei Phat Consulting. „Wir nahmen uns alle Arbeitsschritte vor und bauten daraus einzelne Arbeitspakete.“ Nordex und Phat Consulting arbeiteten diese Pakete ab, die dann am Schluss zur fertigen Lösung zusammengefügt wurden. Die Paketierung – das Aufsetzen von mehr als 50 Applikationen – erfolgte SCCM-kompatibel im einheitlichen Microsoft-Software-Installer-Format (MSI). MSI-Pakete gewährleisten es, Software flexibel zu installieren, zu deinstallieren und zu reparieren. Das Format stellt definierte Update-Mechanismen zur Verfügung, die das Release-Management vereinfachen. Auch die eindeutige Inventarisierung installierter Pakete wird so  sichergestellt.

Mit FirstSteps 2.0 kommt zudem ein Werkzeug zum Einsatz, das die Berater von Phat Consulting selbst entwickelt haben und den Paketierungsprozess für die Softwareverteilung erleichtert. Pakete werden komfortabel über eine GUI angelegt und namenskonform nach definierten Vorgaben in SCCM eingecheckt. „Parallel nutzen wir SCCM mit seiner WSUS-Komponente, um weltweit alle Systeme automatisiert abzusichern. Dazu synchronisieren wir unser System mit Microsoft und bringen die Patchs heraus, die wir für notwendig erachten“, sagt Volker Bröske, Head of Global IT Governance and Security bei Nordex. „Für Windows 7 nutzen wir zusätzlich das Operating System Deployment für die Erstbetankung der einzelnen Rechner.“ Zudem reicht eine einzige Task-Sequenz, um alle Hardwaretypen, Ländereinstellungen und das Treiberhandling unter verschiedenen Konfigurationen zu handhaben. So entsteht eine zentrale Möglichkeit, Änderungen und Release-Wechsel umzusetzen.

Abschied von der Turnschuh-Administration

Nordex verfügt heute über ein modernes und zentrales Verwaltungswerkzeug, mit dem es die eingesetzten Lösungen standardisiert und automatisiert verteilen kann. Sowohl in der Applikationsschicht als auch im Betriebssystem erreicht der Anlagenspezialist damit einen einheitlichen IT-Standard, mit dem der gesamte Konzern arbeitet. Weltweit sind alle Standorte in der Lage, die zentrale Infrastruktur zu nutzen. Installationen an den Clients vor Ort entfallen. Inzwischen ist nur noch ein Mitarbeiter aus dem IT-Team für Paketierung und Softwareverteilung zuständig, zuvor waren es mehrere.

„Früher mussten wir nicht nur jedes Update manuell verteilen, uns fehlte auch die geeignete Mannschaft“, erläutert Thomas Mellech. Nun überwacht ein Tool, ob das abgestimmte Portfolio wirklich auf allen Clients läuft. Volker Bröske: „Wir sehen sofort, ob die IT unternehmenskonform ist. Läuft eine Applikationsinstallation irgendwo in einen Fehler, kann das Paket über System Center Configurations Manager komplett neu installiert werden.” „Moderne Softwareverteilung ist keine Turnschuh-Administration mehr“, unterstreicht Bröske. „Durch die flächendeckende Einführung von der Software senken wir Kosten und Aufwand, da die Arbeit effizienter und auf einem ganz anderen Niveau läuft. Auch der Support hat sich vereinfacht, beispielsweise lassen sich Fehler in der Konfiguration sofort auf allen PCs lösen.“ SCCM ist zudem optimal auf Windows 7 abgestimmt. Wenn demnächst bei Nordex der flächendeckende Rollout von Windows 7 auf mehr als 2.000 Rechnern beginnt, können die Pakete per SCCM gepackt und automatisiert nach einem festgelegten Workflow verteilt werden. Veröffentlicht Microsoft dann beispielsweise ein Windows Service Pack, kann es die IT-Abteilung zentral einstellen und schnell verteilen.

www.nordex.de

www.microsoft.de

Bildquelle: Nordex

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