Zehn Schritte

Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit

Um alle erfolgskritischen Dimensionen einer Digitalisierung zu beachten, können sich IT- und Operations-Abteilungen an einem Modell aus zehn Schritten orientieren.

Arbeiter im Werk

IT und Operations müssen effektiv zusammenarbeiten können, um die Digitale Transformation zu meistern.

Digitalisierung ist ein aufwendiges Projekt, welches Industrieunternehmen angehen sollten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit vor dem Hintergrund eines zunehmend eingetrübten Geschäftsumfelds sicherzustellen. Um die tatsächliche Sicherstellung bzw. Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen, braucht es jedoch mehr als nur den Start einer solchen Initiative: Eine strukturierte Durchführung und die Zusammenarbeit von IT und Operations sind gefragt. Aus der Erfahrung der Management-Beratung Neonex hat sich dafür ein zehnstufiger, iterativer Ansatz bewährt.

1. Der erste Schritt besteht aus Qualifikation und Inspiration von Management und Kernteam. Dies ist erforderlich, um ein gemeinsames Verständnis für Herausforderungen und Lösungsansätze zu schaffen und Missverständnisse auf Basis eines unterschiedlichen Vokabulars auszuschließen.
2. Im nächsten Schritt werden auf Basis dieses gemeinsamen Verständnisses die Vision bzw. das Zielbild der Transformation entwickelt. Dafür werden die zukünftig benötigten Fähigkeiten aus der Unternehmensstrategie abgeleitet und „top-down“ das Idealbild einer „Smart Factory 2028“ geschaffen.
3. Nach erfolgreicher Durchführung dieses Schritts werden im nächsten Baustein „bottom-up“ die Potenziale für Verbesserungen im End-to-End-Prozess erfasst und strukturiert gemeinsam mit den Mitarbeitern bewertet. Dies ist besonders wichtig, um alle Mitarbeiter entlang des Prozesses mitzunehmen und die Grundlage für ein erfolgreiches Change Management zu legen.
4. Anschließend werden in verschiedenen Workshops die zukünftige IT-Architektur und Infrastruktur festgelegt. Dabei wird definiert, welche im vorherigen Schritt identifizierten Use Cases zukünftig in den dazugehörigen IT-Systemen abgebildet werden.
5. Auf Basis der Use-Case-Bewertung und der benötigten Änderungen in der IT-Architektur erfolgt im folgenden Schritt das Ranking und Roadmapping. Dabei wird festgelegt, in welcher Reihenfolge und in welchen Pilotwerken die ersten Pilot-Use-Cases und -Systeme implementiert und bereit für den Rollout gemacht werden.
6. Darauf aufbauend kann die Team- und Organisationsdefinition erfolgen. Diese beschreibt, welche Teams in welchen Werken für die Entwicklung und Implementierung der Use Cases verantwortlich sind – und welche Teams sich später in anderen Werken um die Rollouts kümmern.
7. Der nächste Schritt dreht sich um die Kommunikation der Entwicklungen. In der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie ist es dabei entscheidend, die richtigen Medien und Kanäle für die richtigen internen und externen Stakeholder zu wählen und diese entsprechend einzubeziehen, um deren Akzeptanz im Transformationsprozess zu gewährleisten.
8. Parallel dazu können die ersten Use Cases mit der Definition von Soll-Prozessen agil entwickelt und die Lieferanten für die entsprechenden Technologien in standardisierten Prozessen ausgewählt werden.
9. Im Anschluss werden diese Use Cases implementiert, stabilisiert und kontinuierlich verbessert, bis sie den Ready-to-deploy-Status erreichen.
10. Im letzten Schritt können die Use Cases im gesamten Produktionsnetzwerk ausgerollt werden, um ihren vollen Nutzen zu entfalten.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Wenn IT- und Operations-Abteilungen sich gemeinsam an diesen zehn Transformationsschritten orientieren, kann die Wettbewerbsfähigkeit von Industrieunternehmen langfristig gesichert werden.

Bildquelle: Neonex

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