Konzern übernimmt Anteile an HMM

Telekom vernetzt Krankenkassen

Die Deutsche Telekom baut ihr Geschäftsfeld Gesundheit aus und beteiligt sich mit 49,9 Prozent am IT-Dienstleister HMM Deutschland GmbH. Der Konzern hat außerdem die Option, künftig die Mehrheit an dem Unternehmen zu erwerben.

„Wir wollen das Abrechnen von Hilfsleistungen weiter digitalisieren. Das Gesundheitswesen spart dadurch Zeit und Geld. Mit der Beteiligung an HMM bauen wir zudem unser intelligentes Gesundheitsnetz weiter aus“, sagt Dr. Axel Wehmeier, Leiter des Konzerngeschäftsfelds Gesundheit bei der Deutschen Telekom. Istok Kespret, Geschäftsführer HMM Deutschland GmbH, ergänzt: „Mit der Telekom als Partner können wir Kunden künftig neue Dienstleistungen etwa im Bereich der häuslichen Pflege oder der Abrechnung von Heil- und Hilfsmitteln bieten.“

HMM Deutschland mit Sitz im nordrhein-westfälischen Moers ist Spezialist für die Vernetzung von Krankenkassen beispielsweise mit Apotheken, Reha-, Sanitätsfachhandel oder Orthopädietechnikern. Krankenkassen sind in Deutschland verpflichtet, ihren Mitgliedern Hilfsmittel wie Bandagen, Hörgeräte oder Gehhilfen zu stellen, die der Arzt vorher verschrieben hat. Für die Versorgung der Patienten wiederum sind Sanitätshäuser, Apotheken oder Orthopädietechniker zuständig. Daher stehen sie mit den Kassen in ständigem Kontakt. Um den papierlosen und sicheren Informationsaustausch zwischen Kassen und Leistungserbringern kümmert sich HMM.
 
Über 40 Krankenkassen und mehr als ein Drittel aller Hilfsmittel-Leistungserbringer in Deutschland nutzen diese Dienstleistung bereits. Eine halbe Million Transaktionen wickeln die Kassen über HMM und ihre Gesundheitsplattform ZHP.X3 pro Monat elektronisch ab. Das Unternehmen hat mit dem X3-Standard darüber hinaus auch ein Datenformat entwickelt, das sich in Deutschland als Basis für den elektronischen Informationsaustausch im Gesundheitswesen etablieren kann.
 
Die Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen soll beispielsweise die Bearbeitungszeitreduzieren. Durch den Einsatz von elektronischen statt schriftlichen Kostenvoranschlägen sollen Krankenkassen Prozesskosten sparen. Die Deutsche Telekom baut ihr Engagement im Gesundheitswesen kontinuierlich aus und hat dazu 2010 das strategische Geschäftsfeld Gesundheit an den Start gebracht.

Über T-Venture war die Telekom bereits seit 2008 mit 18 Prozent an HMM beteiligt.

www.telekom.com
www.hmmdeutschland.de

Bildquelle: © 2012 Deutsche Telekom AG

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