Kommentar von Helmut Philipp, Coverity

Testen während der Entwicklung

Kommentar von Helmut Philipp von Coverity über Zeitdruck bei der Software-Entwicklung und wie man diesem entgehen kann

Helmut Philipp, Coverity

Helmut Philipp ist Regional Director Central & Eastern Europe bei Coverity.

Viele Unternehmensverantwortliche kennen das Szenario: Die Konkurrenz drängt auf den Markt, der Wettbewerb zieht an. Ein neues Produkt muss her, nur so lässt sich Luft verschaffen. Die Folge: Innovationszyklen schrumpfen zusehends, doch mit ihnen leider oft auch die Budgets. Es muss umgedacht werden, nur so kann auch in kürzerer Zeit Qualität entstehen.

Das bedeutet für die Entwicklungsabteilungen in den Unternehmen, neue Software schon während ihrer Programmierung ständig auf Fehler zu prüfen. Kontinuierliches Testen, etwa im Rahmen eines Nightly Build, zeigt Defekte viel früher auf und beschleunigt deren Behebung. Anderenfalls steigt nämlich das Risiko, dass Fehler verschleppt werden und schließlich im ausgelieferten Produkt auftauchen.

Mittels eines speziellen Development-Testing-Ansatzes lassen sich automatisch kritische Schwachstellen während der Entwicklung identifizieren und umgehend beseitigen. Wie die agile Software-Entwicklung verspricht diese Methode Kosten- und Zeitersparnis sowie die Chance auf schnelles, priorisiertes Feedback. Dies kommt den Entwicklern zugute – sie müssen nicht mühsam die Liste zu erledigender Fehlerbehebungen Punkt für Punkt abarbeiten. Stattdessen erhalten sie neben der Fehlerübersicht auch eine Einschätzung, wie kritisch ein Defekt ist, wo er überall auftaucht und welche Auswirkungen er besitzt. Eine Hilfestellung, um Aufwand zu sparen und gute Ergebnisse abzuliefern.

Insofern bietet sich dieser Ansatz zum Softwaretesten für nahezu alle Industrien an. Denn Faktoren wie Kosten, Qualität und Zeit sind – in unterschiedlichen Ausprägungen – bekanntlich für jedes Projekt relevant. Gerade bei der Entwicklung von Webapplikationen wird Development Testing immer beliebter, da in diesem Bereich häufig Updates angeboten, Code-Änderungen sowie Funktionserweiterungen vorgenommen werden. Dabei ist die Qualitätssicherung noch nicht alles – auch vor dem Hintergrund der Entwicklung sicherer Software birgt diese Analyseform Vorteile. Durch sie können Schwachstellen, die potentielle Einfallstore für Hacker darstellen, eliminiert werden. So setzen nicht nur Unternehmen aus Bereichen wie Financial Services oder Telekommunikation auf diesen Testansatz, sondern mittlerweile nutzen ihn die zehn weltweit größten Anbieter von Unterhaltungselektronik. Und auch im deutschsprachigen Raum setzen bereits namhafte Unternehmen wie Bosch, Siemens oder SAP auf Development Testing.

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