Ein neues Verteidigungs-Tool soll den Tor-Browser sicherer machen.
Weltweit nutzen Millionen Menschen den Tor-Browser, darunter viele Journalisten, Whistleblower und Menschenrechtsaktivisten. Wie eine „digitale Tarnkappe“ verschleiert der Browser die Adresse des Internet-Anschlusses, die Polizei und Geheimdienste zur Identifikation nutzen können. Laut Sadeghi versuchen staatliche Stellen, wie die US-Bundespolizei FBI, immer wieder, die Anonymität von Tor-Nutzern aufzudecken und deren Verhalten im Internet zu verfolgen. Dagegen schütze das „Selfrando“ genannte Verteidigungswerkzeug, das Sadeghis Team zusammen mit kalifornischen Forschern entwickelte. In der Beta-Version sei es bereits im Einsatz, heißt es in einer Pressemeldung.
Dabei ordnet „Selfrando“ bei jedem Start den Code des Tor-Browsers. „Der Angreifer müsste jetzt jeden Nutzer einzeln attackieren, was sehr aufwendig ist. Vorher war es möglich, auf einen Schlag alle Tor-Browser anzugreifen“, erläutert Prof. Ahmad-Reza Sadeghi im Rahmen der „Security & Privacy Week“ der TU Darmstadt die Vorgehensweise.
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