Mithilfe von Glasfaser hat Interhyp sein Campus-Netzwerk auf den neuesten Stand gebracht.
Das Netz basierte größtenteils auf 10G- und 1G-Kupferleitungen, die für heutige Anwendungen nicht mehr schnell genug sind. Anfang 2019 hat das Unternehmen deshalb begonnen, die alte dreistufige Netzwerkarchitektur auf eine leistungsstärkere und ausfallsicherere Leaf- und Spine-Architektur umzustellen, die auf Glasfaserleitungen basiert.
Andreas Kufner und Carlo Taddei, Netzwerkingenieure und technische Projektleiter bei Interhyp, erklären: „Unser Plan war es, ein Mesh zwischen unseren beiden Rechenzentren und dem Hauptsitz aufzubauen, um eine bessere Leistung und Ausfallsicherheit zu erreichen und eine zukunftssichere Infrastruktur für alle angeschlossenen Elemente bereitzustellen.“ Das Netzwerk-Upgrade war darüber hinaus auch wichtig für ein laufendes Erneuerungsprogramm, das wichtige Datenbank- und Speicherinfrastrukturen betrifft. Die Umstellung auf die neue 100G-Core- und 10gb-Endpunkt-Konnektivität erwies sich hier als großer Vorteil.
Interhyps interne technische Evaluierung kam zu dem Ergebnis, dass Aristas Implementierung von Vxlan am besten für die langfristige Netzwerkevolution – und die gesamte IT-Strategie – geeignet ist. Das Hauptprojekt basiert auf den Switches der Serie 7280, die speziell für eine flexible Anordnung von 10/25/40/100GbE-Ports mit einem Durchsatz von bis zu 12 Terabit pro Sekunde und einem ultratiefen Paket-Buffer von bis zu 32 GB ausgelegt sind. Alle Produkte, einschließlich der 7280R-Serie, laufen mit der gleichen EOS-Software, einem binären Image, das die Netzwerkadministration mit einem einzigen Standard über alle Switches hinweg vereinfacht. Arista EOS ist ein modulares Switch-Betriebssystem mit einer State-Sharing-Architektur, die den Switch-Status sauber von der Protokollverarbeitung und Anwendungslogik trennt. Diese wurden durch fast 150 Cognitive-Campus-POE-Leaf-Switches der Serie 720X ergänzt. So kann der Anwender drahtgebundene Konnektivität für alle Campus-Benutzer-Workloads unter der Verwaltung und Überwachung der kognitiven Campus-Services bereitstellen. Die 720X-Serie ist dabei auf Flexibilität ausgelegt.
Dank dieser Flexibilität konnte das Interhyp-Netzwerkteam ein schrittweises Upgrade ohne Ausfallzeiten oder Unterbrechung des 24/7-Servicebereitstellungsmodells implementieren. Kufner und Taddei sind begeistert: „Wenn man bedenkt, dass wir mit nur zwei Leaves pro Rechenzentrum und Campus angefangen haben und jetzt, zwei Jahre später, ein Spine und sechs Leaves pro Rechenzentrum haben, ist das wirklich cool. Wir konnten unseren Kern in nur zwei Jahren ohne Probleme um die dreifache Kapazität erweitert.”
Trotz der Herausforderungen, die die Pandemie mit sich brachte, setzte das Team das umfassende Upgrade zum geplanten Go-Live-Termin Anfang 2021 um. Die ersten Vorteile sind bereits spürbar: Die verfügbare Bandbreite und Performance konnten gesteigert und Latenzzeiten, insbesondere für Bereiche wie die Sicherheitszone und die Internet-Gateways, reduziert werden. Eine weitere wichtige Änderung war die Integration von Cloudvision, um den Netzwerkteams eine bessere Übersicht des gesamten Netzwerks zu ermöglichen. Die Software hat sich auch bei der Fehlersuche im Rahmen eines laufenden Projekts zur Umstellung auf eine Zero-Trust-Sicherheitsarchitektur als nützlich erwiesen.
Aktuell sucht das Team nach Möglichkeiten, die laufenden Verwaltungsaufgaben zu verbessern. Eine Kombination aus Cloudvision und EOS-Architektur soll den Automatisierungsgrad im gesamten Netzwerk erhöhen und den Betrieb rationalisieren. „Es ist jetzt definitiv einfacher, etwas zu skripten“, sagt Kufner. „Vorher mussten wir drei verschiedene Arten von Switch-Betriebssystemen berücksichtigen, die zwar alle vom gleichen Hersteller sind, aber mit unterschiedlichen Befehlssätzen und Konfigurationsbefehlen arbeiten. Beim aktuellen Dienstleister müssen wir nur eine einzige Konfiguration anpassen, die für alle Geräte gilt.“
... unterstützen mehr als 1.600 Mitarbeiter täglich Tausende Kunden bei der Angebotsauswahl von über 500 Baufinanzierungsanbietern – und das an mehr als 100 Standorten, die alle mit der Zentrale und den Hauptrechenzentren auf dem Campus in München verbunden sind.
Bildquelle: Interhyp