Virtuelle Server über LTM angesprochen

Turbo für die Online-Lieferantensuche

Dank einer neuen Softwarelösung von F5 Networks kann die Online-Lieferantensuche „Wer liefert was“ die Verfügbarkeit aller Webportale gewährleisten.

Speedboot, Bildquelle: Thinkstock/iStockphoto

„Wer liefert was“ zählt zu den führenden Lieferantensuchmaschinen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf www.wlw.de, www.wlw.at und www.wlw.ch treffen jeden Monat 1,6 Mio. Einkaufsverantwortliche mit konkretem Bedarf auf über 500.000 Hersteller, Dienstleister, Großhändler und Händler. Während der Ausfall von Satellitensystemen vor einigen Jahren noch kaum Einfluss auf die Produktivität des Hamburger Unternehmens hatte, müssen diese Systeme heute rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Von daher kommen Application Delivery Controller zum Einsatz, die die Verfügbarkeit der Suchmaschine gewährleisten. Sie stellen damit einen Baustein für den Geschäftserfolg dar.

Das Ende des Lebenszyklus erreicht

Vor einiger Zeit hatten die bislang eingesetzten Load Balancer das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und mussten ausgetauscht werden. Sie sollten durch Application Delivery Controller als eine erweiterbare Plattform ersetzt werden. Gleichzeitig sollten bei diesem Wechsel die Schwachpunkte des alten Systems beseitigt werden. „Ein großes Problem war, dass die alten Load Balancer keine ausreichenden Firewall-Funktionalitäten besaßen“, berichtet Jörn Oltmann, Manager Site Operations & Services bei „Wer liefert was“, und ergänzt: „Zudem scheiterte die Synchronisierung der Konfiguration der Load Balancer in den meisten Fällen.“ Darüber hinaus waren die Einstellungen auf der Administrationsoberfläche unzureichend. „Wer liefert was“ konnte keine eigenen Skripte auf den Load Balancern laufen lassen und auch die Log-in-Möglichkeiten waren sehr eingeschränkt. Die Zuständigen bei dem Hamburger Unternehmen beklagten zudem, dass keine Cookies für die Identifizierung der Clients gesetzt werden konnten, kein Port Forwarding möglich war und dass sie die SSL-Verschlüsselung nicht auf den Load Balancern terminieren konnten.

Die Messlatte für die neue Lösung lag entsprechend hoch: Die Hauptkriterien waren selbstverständlich die Funktionalität der Lastverteilung und die einfache Administration. Die neuen Funktionalitäten wurden schnellstmöglich von der Produktentwicklung benötigt, so dass sich der Anwender auf die Expertise des betreuenden Systemhauses verließ.

„Wer liefert was“ betreibt ein Rechenzentrum, in dem nun etwa 55 (virtuelle) Server über den „Big-IP Local Traffic Manager (LTM)“ von F5 Networks angesprochen werden. Konfiguriert sind ca. 120 „virtuelle Server“ auf der Big-IP. Die Suchmaschine besteht aus zahlreichen Servern, die interne sowie externe Dienste nutzen. Die primäre Anwendung ist die auf Ruby on Rails und CouchDB selbstgeschriebene Suchmaschine. An zweiter Stelle steht das SAP-Webdynpro-Kundenportal. Auch interne Dienste wie die Demilitarized Zone (DMZ) greifen auf Funktionen der neuen Lösung zurück.

Virtuelle Server in 30 Minuten aufgesetzt

„Wir wollten einerseits eine bessere Lösung als zuvor, andererseits suchten wir nach einem möglichst offenem Produkt und keiner Blackbox – also einem ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur die heutigen Herausforderungen meistert, sondern auch die der Zukunft. Nachdem die Entscheidung für den neuen Anbieter gefallen war, erfolgte die Installation der Lösung gemeinsam mit einem externen Partner“, so Jörn Oltmann. „Die neue Lösung ist nun die zentrale Stelle in unserer IP-Landschaft und übernimmt den Datenverkehr sämtlicher Dienste nach innen und außen. Weiterhin terminiert sie sämtlichen SSL-Traffic und schützt Zugriffe per iRules auf interne Services für die Außendienstmitarbeiter.“

Hinsichtlich des Supports der Lösung erklärt Jörn Oltmann: „Probleme während des Produktionsbetriebes wurden von dem Hersteller schnell gelöst. Die größten Vorteile sehen wir in der einfachen Adminis-tration und in iRules, mit denen wir hauptsächlich den Zugriff auf die virtuellen Server regeln.“ Ein komplett neues System ist in ca. 30 bis 45 Minuten eingerichtet. Bei einem neuen „virtuellen Server“ handelt es sich um wenige Minuten. Die Anwendungen der Hamburger werden auf der LTM 3600 konfiguriert und laufen danach problemlos, eine manuelle Nachjustierung ist nur in seltenen Fällen notwendig. Zudem ergänzt Jörn Oltmann: „Ohne das Rechtemanagement iRules müssten wir den Zugriff auf die virtuellen Server über die Serverkonfigurationen reglementieren. Dies war früher sehr zeitaufwendig, da mehrere Server konfiguriert werden mussten. Mit der neuen Lösung ist alles zentral verwaltet und geht dementsprechend schnell von der Hand.“

Maintenance-Zeiten gesunken

Jörn Oltmann zu den Vorteilen der neuen Lösung: Die Nutzer der Suchmaschine lassen sich nun besser nachverfolgen und dadurch mit besseren Services versorgen. Zudem sind die Maintenance-Zeiten sowie die Fehleranfälligkeit in der Administration gesunken. Insbesondere das Risiko, durch Administration die Verfügbarkeit zu senken, wurde verringert. Arbeiten, die früher nur nachts möglich waren, kann der Anwender jetzt im Tagesbetrieb durchführen. Infolgedessen sinkt die Belastung für die Mitarbeiter und Kosten können reduziert werden. Darüber hinaus ersetzt die neue Lösung drei Software-Load-Balancer, so dass die Anzahl der zu betreuenden Systeme verringert werden konnte. Und Oltmann weiter: „Jeder Moment, in dem unser Service nicht verfügbar ist, bedeutet für uns einen Imageverlust. Durch das Clustering, die Partitionierung sowie die unterschiedlichen Boot Devices der LTM 3600 haben wir nun fast keine Downtime mehr.“

Nicht zuletzt führt die mit der Lösung erreichte Agilität der IT dazu, dass sich Synergieprojekte einfacher realisieren lassen. Unternehmerisch gewollte Veränderungen in der Netzwerkinfrastruktur können leichter abgebildet werden. Hinzu kommt, dass Aufgaben aus der Webentwicklung in den Bereich der Systemadministration übertragen werden konnten und sich die Time-to-Market reduziert hat.

 

Über „Wer liefert was“
Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg wurde 1932 ­gegründet und gab als erster Anbieter gedruckte Nachschlagewerke für gewerbliche Einkäufer heraus. Seit 1995 bietet „Wer liefert was“ seine Services ausschließlich online an. Dabei umfasst die Lieferantensuche im Business-to-Business-Bereich allein in Deutschland über 380.000 Unternehmen.
Im Internet: www.wlw.de

 

Bildquelle: Thinkstock/iStockphoto

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