Security- und Backup-Mängel

Über die Hälfte der Nutzer gibt Geschäftsdaten per Teams weiter

Laut einer aktuellen Studie bedarf es in vielen Unternehmen einer besseren Absicherung für Daten, die über Microsoft Teams geteilt werden.

Security- und Backup-Mängel

Durch die zunehmende Nutzung von Chat-Diensten ist auch das Risiko für den Verlust von geschäftskritischen Informationen in User-Chats gestiegen.

Eine vom Sicherheitsanbieter Hornetsecurity in Auftrag gegebene und von Techconsult durchgeführte Studie unterstreicht den oft übersehenen Bedarf an Teams-Backup und Security. Fast die Hälfte der befragten Nutzer (45 Prozent) gab an, häufig vertrauliche und kritische Informationen über die Plattform zu versenden. Die interne Unternehmenskommunikation über Chat hat sich in vielen Unternehmen inzwischen etabliert und befindet sich damit fast auf dem gleichen Niveau wie die Kommunikation per E-Mail.

Die Analyse ergab darüber hinaus, dass 90 Prozent der Befragten User-Chats (Direktnachrichten) im direkten Vergleich zu Gruppenunterhaltungen (in einem Teams-Channel) bevorzugen. Insgesamt senden mehr als 41 Prozent der Mitarbeiter zudem mindestens 10 User-Chat-Nachrichten pro Tag. Durch die persönliche Präferenz entsteht eine ungleiche Verteilung der Kommunikation innerhalb der Plattform. Nur etwas mehr als ein Viertel aller Nachrichten (26 Prozent) werden in Teams-Channel-Konversationen versendet.

Fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten teilt zudem häufig vertrauliche und sensible Informationen über Teams, wobei hiervon 51 Prozent häufig geschäftsrelevante Dokumente und Daten versenden. Nur 29 Prozent der Nutzer verwenden zum Versand von eingeschränkten oder vertraulichen Daten ein Arbeitsgerät.

Es ist leicht, Fehler zu machen

Die Umfrage zeigte auch, dass 48 Prozent der Befragten Nachrichten über Teams verschickten, die sie nicht hätten verschicken sollen. Beachtlich ist, dass von dieser Gruppe bereits 88 Prozent in der Nutzung von Kollaborationslösungen geschult worden waren. Dies verdeutlicht neben einem verbesserten Backup auch den Bedarf an besseren Schulungen zur Nutzung von Teams sowie zu den Risiken des Versands sensibler Daten.

Backup-Lösung in Betracht ziehen

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sieht in der Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter den wichtigsten Ansatz zur Verringerung der Cybersicherheitsrisiken. Da jedoch 89 Prozent der Befragten eher den direkten User-Chat zur Kommunikation nutzen, ist es wichtig, eine Backup-Lösung zu verwenden, die alle kollaborativen Funktionen von Teams schützt. Bei der Online-Befragung wurden im August 2022 insgesamt 540 Teilnehmer aus Unternehmen aller Branchen mit mindestens 50 Mitarbeitern befragt.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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