Eine eindeutige Mehrheit von 73 Prozent der Befragten gab an, im vergangenen Jahr betrügerische E-Mails bekommen zu haben.
Ein Ergebnis der aktuellen Studie, die mit Marktanalyse-Dienstleister Dynata durchgeführt wurde und in der 500 Personen befragt wurden, die in Firmen mit über 2.500 Mitarbeitern tätig sind, ist das Bewusstsein für Cyberangriffe auf die IT-Strukturen des eigenen Unternehmens. Demnach gab eine eindeutige Mehrheit von 73 Prozent der Befragten an, im vergangenen Jahr betrügerische E-Mails bekommen zu haben. Zusätzlich ist sich mit 53 Prozent über die Hälfte der Befragten bewusst, dass ihr Unternehmen Ziel von Phishing-Kampagnen war, wovon wiederum 30 Prozent einen starken Anstieg in der Menge der Attacken wahrgenommen hat.
Wie das Bewusstsein von Cyberangriffen auf das Unternehmen, ist auch die Selbsteinschätzung im Umgang mit schadhaften Mails bei den Befragten gut. So gaben 83 Prozent der Befragten an, sehr sicher oder zumindest sicher darin zu sein, eine Phishing-Mail erkennen zu können. Dies deckt sich mit der Anzahl an Schulungen zum Thema Cybersicherheit, die mit 52 Prozent über die Hälfte der Befragten von Seiten ihres Unternehmens bereits erhalten haben. Als Konsequenz dessen ist der Umgang mit Phishing-Mails bei der überwiegenden Mehrheit als vorbildlich einzustufen: 48 Prozent gaben an, verdächtige Mails sofort zu löschen – weitere 24 Prozent gaben an, diese sofort an ihre IT-Abteilung weiterzuleiten. Dennoch bleibt ein Prozentsatz von 16 Prozent der Befragten, die auf Phishing-Mails antworten oder sogar Anhänge der Mail öffnen würden.
Auch wenn die Studie grundsätzlich ein positives Bild über die Awareness und den Umgang mit schadhaften Mails entwirft, kann man anhand einiger Ergebnisse festmachen, wo trotz Schulung und Aufklärung Sicherheitslücken und Problemfelder liegen. Gerade die Entwicklungen hin zu einer hybriden Arbeitsweise, die im Zuge der Covid-19-Pandemie angestoßen wurden, stellen IT-Abteilungen vor große Herausforderungen. Wie sehr sich die Grenzen zwischen Freizeit- und Arbeitsalltag auflösen, zeigt die Verwendung von Firmenmails zu privaten Zwecken. Über die Hälfte der Teilnehmer der Studie gaben an, ihre geschäftliche E-Mailadresse außerhalb der Arbeit, beispielsweise für Social-Media-Logins, Newsletters Abonnements oder Online-Shopping zu verwenden.
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