Ransomware kann keine Daten infiltrieren, die sie nicht erreichen kann.
Gemeinsam mit Malware und Phishing stellt Ransomware die mit Abstand größte Bedrohung für Unternehmen dar. Und die Zahl der Angriffe steigt rasant: Mittlerweile findet alle elf Sekunden ein Ransomware-Angriff statt. Viele denken beim Schutz vor Cyberangriffen und Ransomware-Attacken im Speziellen zuerst daran, wie sie ihr Netzwerk sichern können. Natürlich ist es wichtig, eine gute Antiviren-Software zu nutzen, um die Vordertür zum Netzwerk zu schließen. Doch damit ist es leider häufig noch nicht getan. Der Schutz der Daten sollte in jeder Phase des Datenlebenszyklus beachtet werden und sollte die Verschlüsselung der Daten während der Speicherung, bei der Übertragung zwischen unterschiedlichen Standorten oder während der aktiven Nutzung miteinbeziehen.
Zudem muss sichergestellt werden, dass alle Eintrittspunkte ins Netzwerk geschützt sind. Denn selbst wenn man die Haustür abschließt und mit einem Alarm sichert, kann der Einbrecher immer noch durch das Kellerfenster eindringen, wenn dieses nicht genauso gut gesichert ist. Organisationen müssen sämtliche potenziellen Angriffspunkte in ihren Systemen sichern.
Das können Internet-of-Things- (IoT) oder Edge-Anwendungen sein oder auch die eigenen Mitarbeiter. Die Fehlerquelle „Mensch“ stellt eine große Schwachstelle in der Cybersecurity-Strategie vieler Unternehmen dar. Ein einziger Klick auf eine Phishing-E-Mail von einem Mitarbeiter kann Kriminellen Zugang zum gesamten Netzwerk gewähren. Es ist also entscheidend, Mitarbeiter – und zwar alle, die auf irgendeine Art und Weise mit den Unternehmensdaten arbeiten – regelmäßig zu schulen und über die neuesten und gängigen Methoden der Cyberkriminellen aufzuklären.
Lange Zeit galt eine Backup-Strategie als ausreichender Schutz vor Ransomware. Doch in Zeiten von Remote Work und immer raffinierteren Phishing-Attacken reicht eine reine Backup-Strategie leider nicht mehr aus. Tatsächlich sind Backups selbst zunehmend zu einem Angriffsziel geworden. Eine bewährte Strategie zur Datensicherung ist das 3-2-1-Prinzip. Es besagt, dass Unternehmen zu jeder Zeit mindestens drei Kopien ihrer Backup-Daten haben sollten: zwei auf verschiedenen Medien, eine an einem externen Standort und eine Offline-Kopie. Für das einfache Replizieren der Daten an den externen Standort bieten sich sowohl Cloud- als auch Object-Storage-basierte Lösungen an.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 6/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Um das Backup on premise zu schützen, eignen sich Speichermedien mit „Air Gap“-Schutz, wie z. B. Tape, die vom Hauptnetzwerk getrennt sind. Diese stellen eine gute Möglichkeit zur zeitlich unbegrenzten Sicherung der Daten dar. Ihr größter Vorteil: Ransomware kann keine Daten infiltrieren, die sie nicht erreichen kann. Um Cloud-Backups zu sichern, eignen sich Objektspeicherlösungen mit Object-Lock-Funktion, mit denen unveränderliche Backups erstellt werden können. Lösungen von Anbietern wie Quantum verfügen über Funktionen wie S3-Kompatibilität, Dynamic Data Placement (DDP) und Dynamic Data Repair (DDR) und garantieren zudem Langlebigkeit und Integrität der Daten.
Für die Cybersecurity gibt es keine One-fits-all-Lösung. Unternehmen sind nur dann vor Angriffen geschützt, wenn sie die Sicherheit auf jeder Ebene und zu jedem Zeitpunkt des Lebenszyklus ihrer Daten priorisieren. Cyberkriminelle werden immer raffinierter und aus diesem Grund müssen auch die Sicherheitsvorkehrungen immer cleverer werden. Unternehmen benötigen solide und proaktive Strategien und Richtlinien, um selbst auf die raffiniertesten Angriffe vorbereitet zu sein.
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