Aerzener Maschinenfabrik setzt auf Simus Systems

Vereinfachte Suche

Die Aerzener Maschinenfabrik, Hersteller von Gebläsen und Verdichtern, hat das klassenbasierte Ordnungssystem der Simus Systems GmbH für das Management von Materialstämmen eingeführt und dies mit deren Unterstützung umgesetzt.

Drehkolbenverdichter, Bildquelle: Aerzener

Klassifizierung einzelner Bauteile, hier am Beispiel des Drehkolbenverdichters Delta Hybrid von Aerzener

Die SAP-kompatible Klassifikation soll in Zukunft die Suche nach ähnlichen Bauteilen und CAD-Konstruktionen vereinfachen und durch eine höhere Wiederverwendungsrate Kosten einsparen.

Zur Entwicklung der technisch anspruchsvollen Produktpalette verwendet die Aerzener Maschinenfabrik im großen Umfang Bauteile und Komponenten, die das Unternehmen entweder selbst fertigt oder von externen Lieferanten bezieht. Um die Datenmenge des großen Produktspektrums besser verwalten zu können und eine durchgehende Lösung bis in die Konstruktion zu erhalten, entschied sich der Maschinenbauer Anfang des vergangenen Jahres, das alte Warenwirtschaftssystem durch ein neues ERP-System von SAP zu ersetzen.

Mit der Einführung der „SAP PLM CAD Direkt Integrationen“ von Cideon Software sollte es möglich sein, alle ERP- und PLM-Prozesse des Unternehmens ohne Schnittstellen in einem System abzubilden. Für eine solche Datenmigration war es zunächst erforderlich, alle Materialinformationen aus dem alten Warenwirtschaftssystem systematisch aufzubereiten. Da in SAP eine Reihe von Merkmalsausprägungen nicht standardisiert erfasst werden konnten, mussten die einzelnen Materialstämme zunächst in ein praxistaugliches Raster überführt werden.

Nachdem man die Möglichkeit einer eigenen, manuellen Klassifizierung angesichts des hohen Zeit- und Kostenaufwands verworfen hatte, fand man in Simus Systems den geeigneten Partner. Im Rahmen verschiedener Workshops entwickelten die Datenspezialisten in Zusammenarbeit mit Aerzener-Mitarbeitern ein geeignetes System, um alle Merkmalsausprägungen effektiv und übersichtlich zu erfassen. Insgesamt wurden innerhalb von vier Monaten 60.000 Materialstämme in 160 Klassen mit diversen Merkmalsausprägungen unterteilt. Anschließend wurden die Daten mit der Software Classmate Data automatisch klassifiziert.

„Durch den Einsatz der Software konnten wir unserer Materialstämme schnell und unkompliziert in ein neues Klassifikationsraster überführen“, erklärt Axel Stürmer, Leiter Normung, Technische DV, Dokumentation. „Ein Vorteil der Lösung waren die Skalierbarkeit, der geringe Informationsverlust und der Service.“ In einem weiteren Schritt werden nun Materialkurztexte nach vordefinierten Standards generiert sowie sämtliche CAD-Modelle in die Klassenstruktur überführt. Durch die so geordneten und recherchierbaren Materialstammdaten müssen die Konstrukteure zukünftig bei einem Neuauftrag ein bestimmtes Teil nicht zwangsweise neu konstruieren.

Zeitgleich mit der Einführung der neuen ERP-Lösung wird auch das Recherchemodul Classmate Finder an den 60 Konstrukteursarbeitsplätzen zur Verfügung stehen. „Dank automatischer Datenklassifikation und -pflege mittels der Klassifizierungssoftware ist es uns gelungen, unser altes Warenwirtschaftssystem in die neue ERP-Lösung von SAP zu überführen“, fasst Stürmer die Ergebnisse des Projektes zusammen. „In Zukunft wollen wir mit Hilfe der Simus-Lösung unsere Betriebs- und Lagerhaltungskosten reduzieren.“

www.aerzener.de
www.simus-systems.com

Bildquelle: Aerzener

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