Verstaubte Geschlechterrolle: Noch immer werden Frauen aufgrund ihres Geschlechts im Beruf benachteiligt.
Deutlich mehr als die Hälfte (63 Prozent) der Frauen in Technologieberufen sind der Meinung, aufgrund ihres Geschlechts im Beruf benachteiligt zu werden. Zu diesem Ergebnis gelangt der „Women in Tech Survey Report 2018“ von Ivanti. Dazu befragte der Anbieter weltweit 500 Frauen aus Technologiebranchen.
Insgesamt kristallisiert sich heraus, dass die eigentlich fortschrittlichen Tech-Branchen Frauen benachteiligen: Ob durch Ablehnung ihrer Vorschläge, ständige Unterbrechungen bei Meetings bis hin zur Bevorzugung männlicher Kollegen, wenn es um Beförderungen geht. Darüber hinaus gaben 43 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen an, dass der Mangel an weiblichen Vorbildern ein Problem der Technologiebranchen sei. Ein Hindernis, besonders vor dem Hintergrund, dass 50 Prozent der Befragten anderen Frauen empfehlen, sich für den Start in der Technologie einen Mentor zu suchen.
Tatsache ist laut Report, dass – egal in welcher Branche – Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer. Das gilt auch für Deutschland: 2018 legte das Statistische Bundesamt die geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede vor, heruntergebrochen auf die einzelnen Bundesländer. Die Länderergebnisse für den bereinigten „Gender Pay Gap“ liegen zwischen 4,4 Prozent in Schleswig-Holstein und 9,3 Prozent in Brandenburg, basierend auf Zahlen aus dem Jahr 2014. Ein Problem, das auch die Tech-Branchen betrifft. So stimmen 75 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen zu, dass gleiche Gehälter für Mann und Frau auch mehr Frauen in die Technologie ziehen könnten.
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