Microsoft bietet für den Aufstieg auf Windows 8 einige Upgrade-Pfade. Die wichtigste Information für größere Unternehmen lautet: Nur wer Volumenlizenzen von Windows 7 Professional oder Enterprise nutzt, kann auf Windows 8 Enterprise umsteigen. Alle anderen müssen die entsprechenden Volumenlizenzen neu kaufen. Doch in vielen kleineren Unternehmen werden ganz normale Endanwenderlizenzen genutzt. Aber auch hier hat sich Microsoft bemüht, die Sache so einfach wie möglich zu halten.
Wer zukünftig Windows 8 pro einsetzen möchte, kann seine bisherige Windows-Version (Starter, Home Basic, Home Premium, Professional, Ultimate) problemlos upgraden. Nur das Upgrade auf die Standardversion Windows 8 ist etwas eingeschränkt, die Professional- und Ultimate-Varianten der Windows-Lizenz gelten hierfür nicht. Es wäre aber auch ein "Downgrade" und würde keinen Sinn machen.
Die drei aktuellen Windows-Varianten unterscheiden sich nicht in ihren Basisfunktionen, bringen jedoch unterschiedlich viele Erweiterungen mit. So besitzt Windows 8 Pro gegenüber der Standardversion die Möglichkeit als Remotedesktop-Server zu arbeiten, bringt Bitlocker und das verschlüsselte Dateisystem EFS mit sowie Unterstützung für Gruppenrichtlinien und die Anmeldung an Active Directory-Domänen.
Die 64-Bit-Version bietet darüber hinaus die Virtualisierungslösung Hyper-V. Alle diese Erweiterungen finden sich auch in Windows 8 Enterprise, das zudem noch App-Locker, Windows To Go, DirectAccess, BranchCache und NFS-Services mitliefert. Einen Überblick über diese Ergänzungen finden Sie hier.
Vor allem die besseren Virtualisierungsfunktionen von Windows 8 müssen bei der Lizenzierung beachtet werden. Im Unterschied zu Windows Server 2012 liefert Windows 8 keine Lizenzen für virtuelle Maschinen mit sich. Das bedeutet: Wenn Sie das vorhandene Windows 8 in einer virtuellen Maschine ausführen wollen, benötigen Sie eine weitere Lizenz, zum Beispiel durch Kauf einer zusätzlichen Windows-CD.
Vorhandene Windows-Lizenzen gelten aber weiterhin: Sie können zum Beispiel eine vorhandene Version von Windows 7 in einer virtuellen Maschine installieren. Beachten Sie dabei aber, dass Sie diese Lizenz nicht für ein Upgrade benutzt haben dürfen. In diesem Fall gilt sie nicht mehr. Wenn Sie jedoch noch eine CD mit Windows 7 besitzen und eine Vollversion von Windows 8 gekauft haben, können Sie Windows 7 in einer virtuellen Maschine unter Windows 8 installieren und starten.
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