Reifegrad erreicht

Virtualisierung jetzt

Virtualisierungstechnologien sind in vielen Unternehmen erfolgreich im Einsatz. Die Hersteller haben ihre Produkte weiterentwickelt und verschiedene Technologien miteinander verschmolzen, so dass ein Reifegrad erreicht ist, durch den die Vorteile der Virtualisierung genutzt werden können.

Matrix, Bildquelle: Thinkstock/iStockphoto

Überdies gibt es weitere Gründe, warum Unternehmen gerade jetzt auf Virtualisierung setzen sollten. Zunächst ist die Qualität der angebotenen Lösungen durch die Erfahrung der Hersteller besser denn je. Es gibt Best Prac-tices und gut gefüllte Wissensdatenbanken, die für einen Großteil der Probleme bereits die passende Lösung liefern. Zudem sind die Kosten für Virtualisierungsprodukte durch den Wettbewerb zwischen den großen Anbietern Microsoft, VMware und Citrix gesunken, wodurch ein attraktives Preis-/Leistungs-Verhältnis erreicht wird. Einen großen Schritt nach vorne haben die Lösungen auch in Sachen Kompatibilität gemacht. Waren vor ein paar Jahren nur die Produkte eines Herstellers untereinander kompatibel, so sind es mittlerweile Produkte verschiedener Anbieter.

Eine Konstellation aus Servervirtualisierung unter VMware ESXi und Desktopvirtualisierung mittels Citrix Xendesktop beispielsweise ist in einigen Firmen schon längere Zeit im Einsatz. Dual-Vendor-Strategien sind somit ein Weg, um sich aus der Abhängigkeit von einem Hersteller zu lösen oder einen „Best of Breed“-Ansatz zu verfolgen.

Kompatibilität verbessert

Schließlich ist die Verwaltung der Lösungen einfacher geworden. Die Hersteller haben die Übersichtlichkeit sowie den Leistungsumfang verbessert und dadurch die Administration vereinfacht. Dennoch zeigt die Projekterfahrung, dass Verwaltung und Management der virtuellen Infrastrukturen derzeit die größten Unterscheidungsmerkmale der Lösungen am Markt sind.

Auch Unternehmen, die bereits Virtualisierungslösungen im Einsatz haben, profitieren von der Vielzahl technischer Möglichkeiten sowie der Interoperabilität von Technologien und Produkten. So lässt sich mit überschaubarem Aufwand die vorhandene Lösung zur Anwendungsvirtualisierung mit ­einer Lösung für Desktopvirtualisierung kombinieren. Die Anwendungen können direkt in den Desktop gestreamt werden. Der Nutzer bemerkt weder optisch noch funktional einen Unterschied im Vergleich zu einem konventionellen Fat Client. Diese Lösung lässt sich dann noch mit Server-, Speicher- und Netzwerkvirtualisierung erweitern.

Vor dem Hintergrund der IT-Consumerization haben die Hersteller im Hinblick auf benutzerfreundliche Bedienung einiges getan. Ein zentraler Aspekt ist der User Self Service. Der Anwender kann sich die benötigten Applikationen in einem Webportal selbst zusammenstellen. Das reduziert den Aufwand bei alltäglichen Administrationsaufgaben und erhöht die ­Usability der Lösung.

Um Virtualisierungstechnologien sinnvoll einsetzen zu können, bedarf es einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur. Diese sollte hinsichtlich aller benötigten Ressourcen (CPU, Netzwerk, Arbeits-, Festplattenspeicher) so dimensioniert sein, dass die eingesetzten Produkte optimal arbeiten können. Zudem darf die zusätzlich entstehende Last die Systeme der übrigen IT-Landschaft nicht lahmlegen. Um das volle Potential der Technologien auszuschöpfen und Skalierbarkeit zu gewährleisten, müssen die genannten Ressourcen dynamisch – automatisiert und gemäß festgelegter Richtlinien gesteuert – von einem System verwaltet werden können. Das zentrale Management ist ebenfalls wichtig. Dabei gibt es große Unterschiede und verschiedene Herangehensweisen bei den Herstellern. Können mehrere Produkte eines Anbieters mit der gleichen Oberfläche verwaltet werden, ergeben sich Synergieeffekte, die sich u.a. durch geringere Administrationsaufwände bezahlt machen.

Infrastruktur und Management beachten

Egal, ob schon Virtualisierungstechniken im Einsatz sind oder nicht, sollten Firmen aufgrund der Komplexität stets einen Beratungspartner hinzuziehen. Denn virtuelle Systeme sind an gewisse Voraussetzungen und Abhängigkeiten geknüpft, die bei der Planung durch eine sinnvolle Architektur berücksichtigt werden müssen.

 

Fünf kritische Aspekte bei der Einführung von Virtualisierungslösungen

  •   IT-Sicherheit
  •   Lizenzkosten
  •   Leistungsfähige IT-Infrastruktur
  •   Dynamische Ressourcenverwaltung
  •   Zentrales Management

Quelle: BridgingIT GmbH

 

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